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Wie Madonna den Zorn der Eurovision-Veranstalter auf sich zog

Bild von Madonna

Madonna (60) hatte ihr Set von zwei Songs beim diesjährigen Eurovision Song Contest schon fast hinter sich gebracht, als den Veranstaltern der Atem stockte. Zwei der Tänzer, die die Sängerin ('Like A Virgin') begleiteten, enthüllten Flaggen auf ihrem Rücken: Eine war für Israel, die andere für Palästina.

Keine Politik, bitte!

Dabei sind politische Statements auf der Musik-Veranstaltung eigentlich verboten. "Dieses Element des Auftritts war nicht Teil der Proben, die bereits abgenommen worden waren. Der Eurovision Song Contest ist eine unpolitische Veranstaltung, wir haben Madonna darauf hingewiesen." Der Rüffel wird der Queen of Pop jedoch ziemlich egal sein. Sie hat damit ihren Kritikern geantwortet, die sie wegen der israelischen Politik gegen Palästinenser zu einem Boykott der Veranstaltung drängen wollten. Die Reaktionen auf die Aktion waren entsprechend gemischt, viele lobten den Tabubruch.

Madonna ohne Stimme

Mehr Sorgen wird sich Madonna vermutlich über die Kritiken zu ihrem eigentlichen Auftritt machen, denn der war — da sind sich Zuschauer rund um den Globus einig — eine einzige Katastrophe. Der Superstar, der mit Augenklappe auf die Bühne ging, brachte zwei Songs zum besten: Den Klassiker 'Like A Prayer' und 'Future', einen Song von ihrem neuen Album 'Madame X'. Nachdem sie vor ihrer Gesangseinlage im Interview schon arrogant und uninteressiert wirkte, traf sie anschließend nicht einen Ton. Spiegel.de nannte den Auftritt den Tiefpunkt, "vielleicht sogar den Endpunkt" ihrer Karriere. Twitter überschüttete den Star mit Häme: "minutenlange Folter" und "wie wär's mit Gesangstunden?" waren noch die harmloseren Kommentare. Madonna kann es letztlich aber egal sein: Sie hat ein kleines Vermögen für ein paar Minuten kassiert und ist zudem wieder im Gespräch.

© Cover Media



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