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Von einer Überlebenden: Madonna muss erneut Kritik für ‘God Control’ einstecken

Bild von Madonna

Vor wenigen Tagen [28. Juni] veröffentlichte Madonna (60) ihr neues Musikvideo zu dem Song 'God Control'. Die gewalttätigen Szenen des Clips sollten die Anhänger der Kampagne zur Waffengesetzreform unterstützen, doch stattdessen traumatisierten sie einen Teenager, der 2018 Zeuge einer Massenschießerei wurde.

Madonnas Video hätte eine Warnung verdient

Auf Twitter erklärte Emma Gonzales, eine Überlebende des Massakers an der Marjory Stoneman Douglas High School, welche Wirkung das Video auf sie hatte: "Madonnas neues Video für ihren Song 'God Control' ist abgef***t. Es war schrecklich. Das ist nicht die richtige Art und Weise über Waffenkontrolle zu sprechen … Die Menschen, die in der GVP-Community (Schusswaffenschutz) arbeiten, wissen, wie man über Waffenkontrolle spricht, die meisten Stars jedoch nicht. Wer die Bewegung zur Reduzierung der Waffengewalt unterstützen möchte, sollte lieber Geld an die Organisationen spenden, die es brauchen, in diesem Falle die 'One Pulse Foundation', und sich die Geschichten der Überlebenden solcher Schießereien anhören…"

Emma zufolge erinnert das Video stark an das Massaker in dem Pulse Nightclub in Florida im Jahr 2016 und sie zeigt Mitgefühl für alle Überlebenden. "Sie hätte vorher eine Warnung herausbringen sollen, was den Inhalt des neuen Videos angeht, vor allem an die Pulse-Opfer, vor allem weil es kurz nach dem Jahrestag am 12. Juni veröffentlicht wurde."

Madonna rechtfertigt sich

Emma ist nicht die erste Kritikerin von Madonnas Musikvideo. Ihre Beweggründe für das blutige Video hatte die Sängerin vor wenigen Tagen im 'People'-Interview erklärt: Sie wollte das Bewusstsein der Menschen für die Notwendigkeit einer Einführung von strengeren Waffengesetzen schärfen. "Jedes Mal, wenn ich zu einer öffentlichen Veranstaltung gehe, denke ich daran", gab sie zu. "Wenn meine Kinder in die Schule gehen, denke ich daran. Das ist doch verrückt. Jedes Mal, wenn viele Menschen zusammenkommen, besteht die Möglichkeit, dass das passiert. Das ist eine verrückte Geistesverfassung, mit der man lebt. Es scheint, als ob es ein futuristischer Actionfilm ist, aber das ist unsere Realität. Ich hoffe, dass die Leute wissen, dass niemand sicher ist. Nicht einmal man selbst."

Auf die Kritik von Emma Gonzales ist Madonna bisher noch nicht eingegangen.

© Cover Media



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