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Madonna: Weswegen ihr Auftritt beim ESC ungewiss ist

Bild von Madonna

Madonna (60) singt in Tel Aviv! Die Nachricht, dass die Queen of Pop ('Like A Virgin') im Rahmenprogramm des Eurovision Song Contests mitwirken wird, schlug im vergangenen Monat ein wie eine Bombe. Doch jetzt kommen in letzter Sekunde Zweifel auf, dass wir die Sängerin am Samstag [18. Mai] wirklich zu sehen bekommen.

Kein Vertrag, kein Auftritt

Angeblich ist eine Formalität das Problem: Es soll nämlich immer noch kein unterschriebener Vertrag vorliegen, und ohne wird der Superstar nicht auf die Bühne gelassen. Schon am Montagabend sorgte Eurovisions-Chef Jon Ola Sand für Unruhe, als er auf einer Pressekonferenz in Tel Aviv erklärte, die Bosse der European Broadcasting Union EBU hätten Madonna nie offiziell als Act am Samstag bestätigt: "Uns liegt kein unterschriebener Vertrag vor und ohne den kann sie nicht auf unserer Bühne spielen." Verhandlungen würden jedoch andauern, auch wenn Sand selbst ziemlich vage blieb: "Es gibt jemanden, der gern auftreten möchte und den wir gern willkommen heißen möchten. Aber dafür muss der Rahmen festgelegt werden."

Madonna in letzter Minute?

Jon Ola Sand bleibt hart: "Wenn der Vertrag nicht vorliegt, wird sie nicht auf der Bühne erscheinen." Die Veranstalter vor Ort sind sich derweil nach wie vor sicher, dass Madonna am Mittwoch in Tel Aviv eintreffen und mit den Proben beginnen wird. Gleichzeitig versuchen andere Künstler, die Sängerin noch von ihrem Vorhaben abzubringen. Ihr Auftritt hat harsche Kritik hervorgerufen, denn viele werfen Israel eine illegale Siedlungspolitik und Misshandlung von Palästinensern in den besetzten Gebieten im Westjordanland vor. So hat sich der Pink-Floyd-Frontmann Roger Waters (75) mit ehemaligen ESC-Siegern zu einem Boykottaufruf zusammengeschlossen. In einem offenen Brief heißt es: "Bis Palästinenser die gleichen Freiheiten, Rechtssysteme und Gerechtigkeit erfahren wie andere Menschen auch, sollte man keine Geschäfte mit einem Staat machen, der ihnen diese Grundrechte versagt." Ungeachtet dieses Aufrufs steht Madonnas Auftritt zu diesem Zeitpunkt in den Sternen.

© Cover Media



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