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Lindsay Lohan: Richter warnt vor Knast

Konsequenzen: Lindsay Lohan (24) ist gewarnt worden, dass sie ins Gefängnis müsse, wenn sie sich auf einen Deal bezüglich ihrer Anklage wegen schweren Diebstahls einlässt.
Anfang des Monats hatte sich die Skandalnudel ('Freaky Friday - Ein voll verrückter Freitag') dieser Anklage für nicht schuldig bekannt. Ihr wird vorgeworfen, eine Halskette im Wert von umgerechnet etwa 1800 Euro in einem Geschäft im kalifornischen Venice mitgehen gelassen zu haben.
Heute morgen nun erschien die Schauspielerin vor dem Los Angeleser Richter Keith Schwartz zu einer Anhörung, in der entschieden werden sollte, ob der Fall aufgehoben werden könne oder nicht. Die Jungaktrice erschien pünktlich und trug ein tief geschnittenes schwarzes Top sowie weiße Hosen.
Zu Beginn der Anhörung erklärte Richter Schwartz, dass Lohans Anwältin Shawn Chapman Holley ein Videoüberwachungsband des Ladens ausgehändigt worden sei. Zuvor hatte die Anwältin mit Schwartz in dessen Richterzimmer gesprochen.
Der Richter warnte Lindsay Lohan, sollte sie auf den Handel eingehen, der ihr von der stellvertretenden Bezirksstaatsanwältin Danette Meyers angeboten wurde, müsse sie mit einer Haftstrafe rechnen. Er sagte auch, dass sie ins Gefängnis müsse, sollte sie ihre Bewährungsauflagen in Zusammenhang mit ihrer Verurteilung wegen Trunkenheit am Steuer aus dem Jahr 2007 verletzen.
"Ich hatte Sie vor dem letzten Auftritt vor Gericht nie getroffen ... Ich behandele jeden gleich. Es ist mir egal, dass Sie Lindsay Lohan sind", ließ er die Mimin wissen. "Ich will nicht, dass Sie eine Wiederholungstäterin im System sind. Ich möchte, dass Sie mit Ihrem Leben zurechtkommen und das Potenzial, welches auch immer Sie haben, erreichen. Hören Sie auf, Ihrer Familie zusätzlichen Stress zu verursachen."
Richter Schwartz sprach auch über einige der anderen Bedingungen, die er Lohan auferlegen würde, um die angemessenen Konditionen ihrer Strafe zu entscheiden. "Ich hätte gerne psychologische Information darüber beigefügt, welche anderen zusätzlichen Bewährungsauflagen angemessen sein könnten, wie etwa psychologische Beratung ... Ihnen wird auferlegt werden, regelmäßig einen Therapeuten zu besuchen ... Ich habe Ihre Anwältin auch darauf aufmerksam gemacht, sollte der Fall beigelegt werden ... müssen Sie einen zuverlässigen, vernünftigen und vertrauenswürdigen Betreuer bekommen, der mit keinem Ihrer Familienmitglieder verwandt ist, der von nichts anderem angetrieben ist als Ihnen zu helfen, Ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen und das Potenzial zu erreichen, das Sie haben", führte Richter Schwartz aus.
Weiterhin sagte er, sollte sich die Aktrice schuldig bekennen oder den Tatvorwurf nicht bestreiten, werde das bedeuten, dass sie zugebe, die Auflagen ihrer Bewährung verletzt zu haben. Die Anwältin der Hollywoodgöre wird nun die Bedingungen des Deals überdenken, obwohl Richter Schwartz eingestand, dass er es für unwahrscheinlich halte, dass Lohan den Deal nach seinem Gespräch mit ihrer Anwältin annehmen wird.
Entscheidet sich die Schauspielerin dafür, sich vor Gericht zu verantworten, und wird für schuldig befunden, könnte ihr eine Gefängnisstrafe von einem Jahr drohen. Am 10. März wird sie zurück im Gerichtssaal erwartet, wenn sie dem Gericht ihre Entscheidung mitteilen wird. Dann könnte sie sich auch entscheiden, auf schuldig zu plädieren.
"Ich habe Ihrer Anwältin angedeutet, dass viele der Dinge, die sie beantragt, vernünftig sind. Eine Sache, die Sie und Ihre Anwältin verstehen müssen, ist, wenn Sie mich das nächste Mal sehen, ist es, um diesen Fall beizulegen oder nicht ... Ich bekomme den Eindruck, dass Sie das Angebot der Bezirksstaatsanwältin nicht annehmen werden", so der Richter. "Sie werden genauso behandelt werden wie jeder andere, nicht besser oder schlechter. Ich behandele niemanden unterschiedlich."
Aus Reihen der Strafverfolgung heißt es, es gibt Sicherheitsvideomaterial, auf dem Lohan die betreffende Kette trägt, die dann verschwand, nachdem der frühere Kinderstar in dem Laden war. Angestellte des Ladens erstatteten wegen der vermissten Kette Anzeige bei der Polizei, die daraufhin eine Durchsuchung von Lohans gemietetem Zuhause in Venice in die Wege leitete. Das Schmuckstück wurde später bei der Polizei abgegeben, und obwohl nicht bekannt ist, von wem, so wird angenommen, dass es sich um Lohans Stylistin gehandelt habe.
Dina, die Mutter der Aktrice, sowie ihr Vater Michael waren beide im Gerichtssaal, um sie zu unterstützen. Michael Lohan kam um Mitternacht in Los Angeles an und gab ein kurzes Interview, als er den Flughafen verließ. Er pochte darauf, dass das Problem seine Tochter auf seine Scheidung von Lohans Mutter zurückzuführen sei, und erklärte, er werde alles tun, was er kann, um seiner Tochter zu helfen. "Ich bin hier um Unterstützung zu zeigen", sagte er 'RadarOnline.com'. "Nicht nur für Lindsay, sondern auch um für Dina und die Kinder da zu sein."
La Lohan beharrt anscheinend darauf, dass ihr die Kette ausgeliehen worden sei und dass sie sie nicht genommen habe. Der Vorfall ist der jüngste in einer ganzen Reihe legaler Probleme, die sich in den vergangenen Monaten um den jungen Star rankten.
Im vergangenen Jahr verbrachte die Mimin Zeit hinter schwedischen Gardinen, nachdem sie ihre Bewährungsauflagen aus dem Jahr 2007 verletzt hatte, da sie nicht genügend Aufklärungsstunden zum Thema Alkohol besucht hatte. Nach ihrer Entlassung bestand sie gleich zwei vom Gericht angeordnete stichprobenartige Drogentests nicht, bevor sie sich freiwillig ins Betty-Ford-Zentrum in Kalifornien begab. Drei Monate wurde sie in der Entzugsklinik behandelt, bevor sie im Januar entlassen wurde.
Eigentlich hieß es, sie sei fest entschlossen, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Bis es soweit ist, scheint Lindsay Lohan jedoch noch einen weiten Weg vor sich zu haben. © Cover Media