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Max Raabe: „Es macht viel mehr Spaß, Sachen anzudeuten“

Max Raabe (50) mag es gerne stubenrein in seinen Liedern.
Der Sänger ('Junger Mann im Frühling') beglückt seine Fans gerade mit seinem neuen Programm 'Für Frauen ist das kein Problem', was auch der Titel seiner aktuellen CD ist. Es ist das zweite Gemeinschaftsprojekt mit Annette Humpe (63), mit der er zuvor schon 'Küssen kann man nicht alleine' realisierte. Die Zusammenarbeit klappt gut, weil die beiden sich hervorragend ergänzen, wie der Gründer des Palast Orchester im Interview mit der 'b.z.' schwärmte: "Sie will immer ganz ernsthaft aufrichtig sein und ich albere herum und kippe ins Ironische. Manchmal passt das eine, manchmal das andere."
Trotz aller Unterschiede kommt der Spaß beim gemeinsamen Musizieren aber nie zu kurz. Die beiden Stars schwimmen humoristisch auf einer Wellenlänge und wissen auch, welche Art von Witz sie in ihre Stücke packen möchten. Dem Musiker, der übrigens für die Filmmusik von 'Der bewegte Mann' verantwortlich war, ist es nämlich wichtig, dass seine Texte immer einen gewissen Anspruch behalten - nach schmutzigem Humor wird man in seinen Songs lange suchen: "Eine offensichtliche Ferkelei finde ich unpassend. Es macht viel mehr Spaß, Sachen anzudeuten. Es ist schön zu wissen, dass jeder das richtige denkt, ohne dass eine Ferkelei direkt ausgesprochen wird."
Der gebürtige Lünener hat früher schon verraten, dass er sich einen bewussten Umgang mit Musik wünscht. Er mag es beispielsweise gar nicht, im Supermarkt beschallt zu werden: "Das ist ein Klangteppich, der die ganze Zeit durchrieselt. Musik hat das nicht verdient", hatte Max Raabe schon einmal gegenüber 'Sonntag Aktuell' klargestellt. © Cover Media