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Mariah Carey: Harsche Kritik für Auftritt in Saudi-Arabien

Bild von Mariah Carey

Mariah Carey (48) ist unter Feuer.

Die Musikerin (‘We Belong Together’) will am Donnerstag [31. Januar] in Saudi-Arabien auftreten. Mariah, DJ Tiesto (50) und Sean Paul (46) sollen im Rahmen des Saudi International, einem Golf-Wettbewerb, für die nötige Unterhaltung sorgen. Die Beziehung zwischen Saudi-Arabien und den USA ist nach der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi aber so angespannt wie selten zuvor. Hinzu kommt, dass Kronprinz Mohammed bin Salman in dem erzkonservativen muslimischen Land nach wie vor Aktivisten einsperren lässt, die etwa für die Gleichberechtigung der Frau kämpfen. Dass das Mariah nicht schert, mag eine Sache sein – ihre Fans kümmert es aber, wie Mariah herausfinden musste, als die Nachricht von ihrer Teilname an dem Konzert bekannt gegeben wurde. Alia al-Hathloul etwa hat eine Schwester, die wegen ihrer öffentlichen Demonstrationen für die Rechte der Frau hinter Gittern sitzt. So ließ es sich Alia nicht nehmen, Mariah auf Twitter zu zeigen, wie enttäuscht sie von der Sängerin sei, den Auftritt zugesagt zu haben: "Hi @MariahCarey. Erinnere dich daran, dass du dank meiner Schwester @LoujainHathloul in Saudi-Arabien überhaupt auftreten darfst. Ich wünschte, sie könnte zu deinem Konzert kommen. Aber sie wurde hinter Gitter gesperrt, weil sie versucht hat, das Leben der Frauen in Saudi-Arabien zu verbessern. Vergiss nicht, ihr auf der Bühne zu danken."

Es wäre eine schöne Geste, aber ein schwacher Trost für Loujain (29), die im vergangenen Mai festgenommen und angeblich der Folter ausgesetzt wurde, zu der Elektro-Schocks, Prügel und Waterboarding gehören. Ihre Schwester war nicht die einzige, die auf den Fall aufmerksam gemacht hat. Auch die Journalistin Mona Elthaway hat Mariah getweetet und behauptet, der Kronprinz habe Loujains Folter persönlich angeordnet.

In Folge des Mordes an Jamal Khashoggi hatten mehrere Stars aus dem Showbusiness ihre Reisen nach Saudi-Arabien abgesagt. Dazu gehörten unter anderem John Cena (41), Gerard Butler (49), Jason Derulo (29) und Enrique Iglesias (43).

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