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Lena Meyer-Landrut über den Wendepunkt

Von den Lehrern hängen gelassen: Lena Meyer-Landrut (20) wechselte nach der neunten Klasse die Schule.
Die Nachwuchskünstlerin ('What a Man') wurde durch ihren Sieg beim 'Eurovision Song Contest' 2010 zum Star, doch dies war nicht der einzige große Wendepunkt im Leben der jungen Frau.
Als sehr einschneidend fand sie einen mehr oder weniger erzwungenen Schulwechsel nach der neunten Klasse vom Gymnasium auf eine Gesamtschule.
"Ich war wegen einer Operation drei Monate krank und hatte mir für meine Rückkehr mehr Beistand erhofft. Ich kam zurück und fühlte mich verlassen", erzählte das Goldkehlchen der Zeitschrift 'Zeit Magazin' und schimpft auf die Lehrer, die sie nach der schwierigen Zeit nicht unterstützten: "Die sagten, meine Mitschüler hätten Mitschriften anfertigen können, damit ich auf der Basis dann die Klausuren hätte schreiben können. 'Das Beste wäre für dich, du wiederholst die Klasse', hieß es. Da habe ich gedacht: 'wie asozial!' Ich wusste, dass ich nicht dumm bin. Doch von den Lehrern kam keine Hilfe." Also entschied sich die Beauty, auf eine Gesamtschule in einem Problemviertel von Hannover zu wechseln, auf die IGS Roderbruch. Dort landete sie in einer anderen Welt: "Da gab es viele Immigranten-Kinder, die die deutsche Sprache noch nicht gut konnten", beschrieb sie die neue Schule und begeisterte sich gleich für das große Gemeinschaftsgefühl unter den Schülern: "Klar, es wurde total viel gepöbelt. Man sagte nicht: Also ich kaufe mir in der Pause eine Honigwaffel. Da wurde halt geschrien: Eh, du Spasti, gib mal dein Brot! Aber dann wurde das Brot geteilt. Es war familiär. Es war irgendwie alles uncool und deshalb entspannt. An der Gesamtschule waren die Leute toleranter, offener. Es war egal, wie man aussah oder ob man an den Fingernägeln kaut", berichtete Lena Meyer-Landrut von ihrer Zeit als Schülerin. © Cover Media