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Schlafrituale für süße Kinderträume
Bewegung und geistige Herausforderung fördern einen gesunden Schlaf
Kinder brauchen Bewegung. Dies umso mehr, wenn sie den Morgen in der Schule verbringen und sich zunehmend im Stillsitzen üben müssen.
Da ist es wichtig, dass sie in ihrer Freizeit noch ausreichend Gelegenheit finden, sich auszutoben und möglichst an der frischen Luft zu bewegen.
Außerdem wichtig ist geistige Anregung, die nicht nur aus dem Computer oder dem Fernseher kommt. Lesen, Bastelarbeiten, Musik – auch solche Aktivitäten tragen dazu bei, dass das Kind abends ausgelastet ist und leichter in den Schlaf findet.
Gespräche und Austausch bieten Entlastung
Wenn abends das Spielen und Toben ein Ende hat und alles ruhig wird, ist das bei manchen Kindern auch eine Zeit, in der Ängste und Sorgen hochkommen. Diese Stimmung aufzufangen und dem Kind das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit zu geben, ist eine wichtige Funktion von Einschlafritualen.
Wichtig ist aber zudem, dass Kinder in der Familie Zeit und Gelegenheit haben, über das zu sprechen, was sie beschäftigt und vielleicht auch bedrückt. Es kann Situationen geben, in denen ein solches Gespräch abends am Bett noch nötig ist, damit die Kinder überhaupt zur Ruhe kommen kann.
Schlafstörungen erkennen
Nicht immer müssen Eltern sofort alarmiert sein, wenn ihr Kind klagt: „Ich kann nicht schlafen!“ Ab und zu ist das normal. „Selbst wenn ein Kind mal durch Alpträume hochschreckt, ist das noch kein Grund zur Sorge“, sagt der DAK-Kinderarzt.
Ein richtiges Schlafproblem haben die Kinder erst dann, wenn sie länger als vier Wochen nachts keine Ruhe finden. Eltern merken das daran, dass die Kleinen tagsüber schlapp und unkonzentriert wirken, lustlos und leicht reizbar sind. Oder sie verhalten sich genau gegenteilig, sind also fahrig-aktiv und völlig überdreht. Um festzustellen, ob ein Kind unter Schlafmangel leidet, empfiehlt Dr. Gerhard Kroschke, ein Schlaftagebuch zu führen: Eltern tragen dort genau ein, wann ihr Kind ins Bett gegangen ist, ob und wie lange es nachts wach liegt und wie es sich tagsüber verhält.
Schlafrituale für süße Träume in der Übersicht
· Routine einüben: Ein fester äußerer Rahmen mit regelmäßigen
Zubettgeh-Zeiten geben dem Kind inneren Halt.
· Atmosphäre schaffen: Eine Gute-Nacht-Geschichte oder besänftigende
Musik lassen den Tag ruhig ausklingen.
· Zeit verbringen: Ein Gespräch über die Erlebnisse des Tages hilft dem
Kind, alles zu verarbeiten.
· Wärme spenden: Kräutertee oder warme Milch sind der ideale
Schlummertrunk. Anschließend Zähne putzen nicht vergessen!
· Beistand leisten: Ein Schmusetier und eine Umarmung geben dem Kind
das Gefühl, beschützt zu sein.
· Monster jagen: Hexen und Gespenster im Schrank zu suchen, beruhigt
und vertreibt die Ängste.
· Licht im Dunkeln: Ein kleines Nachtlicht oder eine Taschenlampe
beruhigen.
· Absolut tabu: Beruhigungsmittel. Besser: autogenes Training oder
Fantasiereisen – die machen auch müde.
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