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Deutscher Filmpreis 2013
Die deutsche Filmbranche feiert sich selbst: Am Freitag, den 26.April fand in Berlin zum 63. Mal die Verleihung des Deutschen Filmpreises statt. Vor 1.800 Zuschauern darunter Schauspieler, Regisseure und andere Filmschaffende wurden die Besten der Branche im Berliner Friedrichstadt-Palast geehrt.
Die Verleihung des Deutschen Filmpreises gehört zum Höhepunkt der deutschen Filmbranche. Seit 2005 werden jedes Jahr die jährlichen Gewinner der LOLA von den Mitgliedern der Deutschen Filmakademie gekürt. Zuvor gibt es ein Auswahlverfahren, welcher angemeldete Film in die engere Auswahl kommt.
Das Schaulaufen auf dem Roten Teppich war groß: Florian David Fitz, Topmodel Eva Padberg, Erfolgsregisseur Matthias Schweighöfer, Schauspielerin Katja Riemann und viele Stars mehr wurden gesichtet.
Abräumer des Abends war die Tragikomödie „Oh Boy“. Insgesamt sechs Lola-Trophäen nahm Filmemacher Jan Ole Gerster für sein Kinodebüt entgegen: als bester deutscher Spielfilm, beste Regie, bestes Drehbuch, beste männliche Haupt- und Nebendarsteller und beste Filmmusik. Über die Goldene Lola als bester Hauptsdarsteller durfte sich Schauspieler Tom Schilling freuen. Er spielt in „Oh Boy“ einen Studienabbrecher, der sich durch Berlin treiben lässt. Den Preis für den besten Nebendarsteller für "Oh Boy" nahm der 71-jährige Michael Gwisdek mit nach Hause. Und ja: Jan Ole Gerster hat allen Grund zur Freude: „Oh Boy“ hat gerade mal 300.000 Euro gekostet und das Preisgeld beträgt 500.000 Euro, somit ist sein nächster Film praktisch schon finanziert.
Große Konkurrenz machte Tom Tykwer „Oh Boy“ mit seinem Film „Cloud Atlas“, der 100 Millionen Dollar teuer war und somit der teuerste Film, der bislang in Deutschland produziert wurde. Nominiert wurde „Cloud Atlas“ mit neun Lolas und ging damit als Favorit des Deutscher Filmpreis 2013 ins Rennen - gewann am Ende aber nur in fünf technischen Kategorien.
Den Lola Award als beste Hauptdarstellerin gewann Barbara Sukowa in "Hannah Arendt". Sie spielt in "Hannah Arendt" - ein Film von Margarethe von Trotta - die deutsch-jüdische Philosophin Hannah Arendt.
Die Mitglieder der Filmakademie wählten den Film „Kaddisch für einen Freund“ von Leo Khasin zum besten Kinderfilm. Der Film erzählt von einer Freundschaft zwischen einem palästinensischen Jugendlichen und einem alten Juden aus Russland. Als bester Dokumentarfilm wurde „More Than Honey“ von Markus Imhoof mit der Lola ausgezeichnet.
Regisseur Werner Herzog (70) („Aguirre, der Zorn Gottes“, „Fitzcarraldo“) erhielt die Lola für sein Lebenswerk und war sichtlich gerührt.
Durch den Abend führte die Moderatorin Mirjam Weichselbraun. Übrigens: Der Deutsche Filmpreis gehört mit seinen nahezu drei Millionen Euro Preisgeld zu den höchstdotierten Kulturauszeichnungen in Deutschland.
In der Galerie haben wir euch die Stars des Abends zusammengestellt. Klickt euch durch!