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Xavier Naidoo: „Mein Zorn wird tagtäglich größer“

Klare Worte: In einem Interview mit 'nexworld.TV'-Herausgeber Jan Gaspard macht sich Sänger Xavier Naidoo (38) dafür stark, dass jeder Einzelne in unserer Gesellschaft Verantwortung tragen sollte. Er glaube nicht, dass Politiker etwas ändern können, sondern dass ein Einzelner die Dinge verändern kann, so der Barde. Mit seiner Musik will Naidoo nicht nur unterhalten, sondern auch aufrütteln, auf Missstände aufmerksam machen und die Menschen zum Handeln animieren. Sich zurücklehnen in der Hoffnung 'Die da oben werden das schon regen' - diese Einstellung ist nichts für den nachdenklichen Mannheimer. Ohnehin scheint er die Hoffnung ist viele Politiker verloren zu haben. Zu sehr nagt der Verdacht an ihm, dass hauptsächlich wirtschaftliche Ränkespiele gespielt werden: "Warum stehen nicht immer mehr Menschen auf, um dieses 'großartige Land der Dichter und Denker' gegen gierige Zocker in Politik und Wirtschaft zu verteidigen?" fragt Naidoo laut 'nexworld'.
Ein Thema, das dem 'Halte durch'-Interpreten besonders am Herzen liegt, ist Kindesmisshandlung und es brodelt in Naidoo, wenn er an den Fall Marc Dutroux denkt, da es, seiner Meinung nach, zwar bis in die obersten Regierungsränge Verdächtigungen gibt, doch nichts geschieht: "Solange das nicht aufgearbeitet ist, wird mein Zorn tagtäglich größer." © Cover Media