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Steve Carell hat ein schlechtes Gewissen

Dreckiger Humor: Steve Carell (48) sagte, unschuldige Menschen der Komik wegen lächerlich zu machen, gibt ihm das Gefühl, "schmutzig" zu sein.
Der Schauspieler ('Little Miss Sunshine') ist einer der erfolgreichsten US-Comedy-Stars und machte sich 1999 einen Namen in der amerikanischen Nachrichten-Parodie 'The Daily Show'. Der Mime gesteht, dass die sechs Jahre, die er bei der Sendung verbrachte, die "besten" gewesen seien, obwohl er zugibt, sich manchmal schuldig gefühlt zu haben, wenn er mit seinen Co-Stars um der Lacher willen reale Personen veräppelte. Besonders schlecht fühlt sich der Star über einen Abschnitt, in dem er eine Gruppe von Star-Trek-Fans traf, die klingonisch sprachen - die erfundene Sprache des Klingonen-Volks in der Science-Fiction-Reihe.
"Es war anfangs viel fieser", sagte er der britischen Zeitung 'The Guardian'. "Ich drehte ein Stück über eine Versammlung von Klingonisch-Sprechenden. Wir sind dort im Grunde hin, um uns über sie lächerlich zu machen, aber sie waren ohne Zweifel eine der nettesten und wärmsten Gruppen von Leuten, die ich je getroffen habe. Ich dachte: wer sind wir, ein Urteil über das zu fällen, was diese Leute glücklich macht? Es ist ein schmutziges Gefühl, rauszugehen und Leute zu veräppeln, die wirklich niemandem weh tun."
Heutzutage ist der Akteur besser bekannt für sein Porträt des fiesen Chefs Michael Scott im erfolgreichen US-Remake der britischen Fernseh-Comedy über das Leben in einem trostlosen Büro, die vom britischen Berufsblödler Ricky Gervais erfunden wurde. Carell hat nur noch elf weitere Folgen für die siebte Staffel zu drehen und er hat bekannt gegeben, dass er sich danach von der Serie verabschieden werde. Der Komiker hat gemischte Gefühle deswegen: obwohl er sich auf neue Projekte freut, wird er die Komödie doch sehr vermissen.
"Die Show zu verlassen, wird bittersüß sein. Ich habe viel über diese letzte Episode nachgedacht und wie traurig es sein wird", jammerte Steve Carell. © Cover Media