JOB

Probieren geht über Studieren?

Probieren geht über Studieren - was ist wichtig zum Studienbeginn? © cscDer Immatrikulationsbescheid ist eingetroffen, die Vorfreude ist groß, denn nun beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Die Schule habt ihr hinter euch gelassen und könnt endlich lernen was ihr wollt.

Doch bevor es losgehen kann, kommen da doch noch einige Fragen auf: Wie organisiere ich meinen Stundenplan, wo finde ich die richtigen Ansprechpartner, wie finanziere ich mein Studentenleben?

Wir haben für euch ein paar Tipps zusammengestellt, um euch den Einstieg in die Welt der Wissenschaft zu erleichtern:

Das erste, was man als Student braucht ist Geld - doch woher nehmen, wenn nicht stehlen? Neben dem Studium jobben ist gut um ein bisschen mehr Geld in der Tasche zu haben, aber das gesamte Studium lässt sich dadurch kaum finanzieren ohne dass die Leistungen darunter leiden und die Semesteranzahl stetig steigt.

Wer Glück hat, wird von seinen Eltern finanziell unterstützt. Wenn das Einkommen der Eltern aber nicht ausreicht, kann man BAföG beantragen. Das Geld vom Staat ist eine gute Sache, denn nach dem Studium muss nur die Hälfte der erhaltenen Summe zurückgezahlt werden.

Seitdem in vielen Bundesländern Studiengebühren eingeführt worden sind, ist die Finanzierung des Studiums ein noch größeres Thema geworden. Ein Studienkredit ist zu sehr moderaten Zinsbedingungen zu bekommen, die weit unter den üblichen Konditionen liegen.

Um einen Studienkredit zu bekommen, muss man keine Sicherheiten angeben und auch das Vermögen der Eltern spielt keine Rolle.

Ein Studienkredit wird für alle Studienfächer an allen deutschen Hochschulen vergeben. Oft muss ein Stundenplan vorgelegt werden, der zeigen soll, dass man das Studium zügig abschließen kann.

Der Kredit gilt in der Regel für zehn Fachsemester.

Für die Zinsen gibt es zwei Möglichkeiten der Berechnung. Der variable Zinssatz richtet sich nach dem Steigen oder Fallen der Zinsen am Kapitalmarkt. Der Festzins bleibt über die gesamte Laufzeit gleichmäßig bestehen. Die Rückzahlung beginnt kurz nach Berufsbeginn und ist variabel gestaltbar.

Es ist soweit und das Semester beginnt, doch die Uni-Gebäude sind weitläufig und zu Anfang fühlt man sich vielleicht ein bisschen verloren zwischen all dem bunten Treiben.

Die Unis bieten für Erstsemester eine sogenannte OE-Woche an. Die Orientierungseinheit wird von Studenten aus höheren Semestern geleitet, die euch alles wichtige zu eurem Studium erklären.

Einige Professoren stellen sich vor und euch wird genau erklärt, welche Kurse ihr belegen solltet. Oft geht es abends noch mit der ganzen Gruppe in die Kneipe, das ist eine wirklich gute Gelegenheit die ersten Bekanntschaften zu knüpfen.

Das selbstbestimmte Leben eines Studenten klingt verlockend, aber zu Anfang ist es noch schwierig sich durch die Studienordnung und das Vorlesungsverzeichnis zu wühlen.

Die meisten Universitäten haben inzwischen ein virtuelles Anmeldesystem, über das man sich für die einzelnen Lehrveranstaltungen registrieren muss.

Die Erstsemester haben dafür eine verlängerte Sonderfrist, also braucht ihr euch keine Sorgen machen, dass ihr keinen Platz mehr in den wichtigen Kursen findet.

Mit allen Fragen, die das Studium betreffen, könnt ihr euch jederzeit kostenlos an den AStA wenden. Der AStA vertritt die Studierenden politisch gegenüber der Universität, der Politik und der Öffentlichkeit. Ihr bekommt hier Beratung zu Rechtsauskünften oder BAföG-Fragen.

Wenn ihr in eurem Studium Sorgen habt oder auch private Dinge euch belasten, könnt ihr jederzeit zur Studienberatung gehen.

Zulange solltet ihr nicht aufschieben, euch einige Dinge zu besorgen, die ihr schnell brauchen werdet: Holt euch in der Bibliothek einen Leihausweis, der ist kostenlos, aber unbezahlbar für die erste Hausarbeit. Um auf dem Uni-Gelände im Internet surfen zu können, könnt ihr euch eine Internet-Kennung ausstellen lassen.

Eine der wichtigsten Voraussetzungen um an der Uni fachlich zu bestehen, ist die Fähigkeit den Kopierer zu bedienen. Viele Kopierer an den Universitäten funktionieren nur noch mit aufladbaren Kopierkarten und nicht mehr mit Münzen.

Besonders am Anfang solltet ihr euch allerdings nicht zu viele Gedanken machen und das Uni-Leben genießen, denn die Studienzeit ist ja bekanntlich die schönste Zeit im Leben.