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Studium: Ab ins Ausland
Im Ausland studieren, das klingt verlockend, wie Urlaub und wie eine große Erfahrung! Die Vorteile von einem Studium auf Zeit im Ausland liegen auf der Hand:
Man kann seine Sprachkenntnisse deutlich verbessern, man sammelt viele neue Erfahrungen, lernt eine andere Kultur und viele Menschen kennen. Und so ein Auslandsjahr im Lebenslauf verbuchen zu können, kann einem so einige Türen im späteren Berufsleben öffnen.
Doch die Zeit in ein fremden Land will lange geplant sein. Man sollte bereits zwölf bis 18 Monate im Vorfeld mit den Vorbereitungen beginnen.
Die erste Frage die sich stellt ist: "In welches Land will ich gehen?" Für diejenigen, die eine Sprache studieren, ist die Frage noch einfach zu beantworten.
Viele andere wollen in ein englischsprachiges Land, aber auch da ist die Auswahl groß. Wer es etwas ausgefallener und abenteuerlustiger mag, dem steht die ganze Welt offen und er hat die Qual der Wahl.
Wer sich für einen Zielort etschieden hat, muss nun die richtige Uni finden. Verschiedene Agenturen helfen oft kostenlos bei der Wahl der richtigen Hochschule im Ausland.
Informiert euch, ob eure Universität eine Partner-Uni im Ausland hat, mit der sie ein Austauschprogramm pflegt. Da ist es in der Regel gesichert, dass die Studienleistungen im fremden Land auch hierzulande angerechnet werden.
Ist eine Auswahl an potentiellen Unis getroffen, sollten die Bedingungen verglichen werden.
Ein wichtiges Kriterium ist, welche der im Ausland erworbenen Studienleistungen auch in Deutschland anerkannt werden. Das kann leider sehr strak variieren und sollte unbedingt geklärt werden.
In ferneren Ländern haben die Unis meist ein ganz anderes System als das deutsche, so dass die Scheine hier nicht übertragbar sind. Mit der Einführung der Bachelor-Master Studiengänge, soll der internationale Vergleich vereinfacht werden.
Wer in einem fremdsprachigen Land studieren will, sollte wenigstens in Grundzügen Sprachkenntnisse mitbringen. Man sollte rechtzeitig in Deutschland einen Sprachkurs belegen und vor Ort einen weiterführenden Kurs belegen.
Für englischsprachige Länder ist in der Regel der Toefl-Test (Test of English as a foreign Language) notwendig um sich an einer Uni einschreiben zu können.
Ihr solltet euch rechtzeitig Gedanken um die Finanzierung des Auslandssemesters machen. Viele Länder nehmen hohe Studiengebühren, da ist es sehr hilfreich ein Stipendium in der Tasche zu haben.
Für den europäischen Raum vergibt "Erasmus" Stipendien, die Studiengebühren werden übernommen zuzüglich 250 Euro Unterhaltskosten.
Weltweite Stipendien vergibt der "DAAD" (Deutscher Akademische Auslandsdienst). Er fördert über 200 Programme und Projekte. Für ein Stipendium sollte man sich rechtzeitig nach den Bewerbungsfristen erkundigen.
Wer kein Stipendium bekommt, kann immer noch Auslandsbafög beantragen. Das ist unabhängig davon, ob man auch in Deutschland Anspruch auf Bafög hat.
Einige Unis verlangen Empfehlungsschreiben eines oder mehrerer Professoren. Ihr solltet jemanden dafür auswählen, der euch gut kennt, bei dem ihr vielleicht auch schon Prüfungen abgelegt hast. Die Empfehlung muss auf Englisch verfasst sein.
Einige Monate vor Beginn des Auslandssemesters sollte man sich um einen Versicherungsschutz im Ausland kümmern. Außerhalb der EU muss eine zusätzliche Auslandsversicherung abgeschlossen werden.
Die Wohnungsfrage sollte ebenfalls geklärt sein, bevor man mit vollen Koffern am Flughafen landet, zumindest für einen Übergangszeitraum. Das Wohnsituation ist in vielen Ländern teurer als in Deutschland, da wäre die günstigste Variante das Studentenwohnheim. Aber auch hier sollte man sich rechtzeitig um einen Platz kümmern. Insbesondere der soziale Anschluss ergebit sich in Wohnheimen in der Regel von ganz allein.
WG-Zimmer lassen sich übers Internet auch schon von Zuhause aus suchen und haben den Vorteil, dass man auch hier soziale Kontakte vorfindet.
Das alles klingt nach viel Arbeit an Planung, aber wer gut vorbereitet im fremden Land ankommt, kann seine Zeit im Ausland von Anfang an in vollen Zügen genießen.
Denn im Ausland kommt es nicht nur auf das Scheine sammeln an, sondern darauf eine neue Kultur auf sich wirken zu lassen und im Alltag die Sprache zu lernen, am Besten unter neu gefunden Freunden.