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Alle Facts zum Thema Kinderkrippe

Alle Facts zum Thema Kinderkrippe © Dirk Schelpe / PixelioViele Mütter wollen nach der Geburt ihres Kindes, genauso wie der Vater wieder arbeiten, aber gleichzeitig natürlich ihr Baby sicher aufgehoben wissen. Ein Kinderkrippenplatz wird für viele berufstätige Eltern immer wichtiger.

Es spricht einiges dafür, auch schon die Kleinsten in eine Betreuung mit professionell geschultem Personal zu geben ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Die Kosten für einen Krippenplatz liegen zwischen 117 Euro für einen Halbtagsplatz bis 610 Euro für einen Ganztagsplatz. Die kosten variieren stark und sind abhängig vom Träger der Krippe, vom Engagement der Kommune und vom Einkommen der Eltern.

Die kleinen Sprösslinge lernen innerhalb der Krippe früh den Umgang mit Gleichaltrigen oder auch etwas älteren Kindern. Es tut ihrer Entwicklung gut, nicht nur mit Erwachsenen zusammen zu sein.

Eine Kinderkrippe bietet meistens ein großes Angebot für die Kinder. In den großzügigen Räumlichkeiten können sie sich entfalten und haben ein großes Spielangebot. Gleichzeitig bietet das pädagogisch geschulte Personal eine Reihe von Anregungen, die die Kinder in ihrer Entwicklung fördern.

Im Krippenalltag steht freie Entfaltung beim Spielen genauso auf dem Tagesplan wie gemeinsame Aktivitäten. Der Tagesablauf wird flexibel für einzelne Kinder und Altersgruppen gestaltet. Es werden gemeinsame Mahlzeiten eingenommen und einige Kinder halten Mittagsschlaf.

Sobald die Kinder im richtigen Alter sind, übernehmen sie kleinere Aufgaben in der Gemeinschaft wie das Helfen beim Abräumen des Tisches oder das Aufräumen der Spielsachen.

Zu Beginn der Zeit in der Krippe brauchen die Kinder eine Eingewöhnungsphase, in der einer der beiden Elternteile den Tag über mit ihnen dort bleibt.

Diese begleitende Zeit dauert in der Regel etwa 6 bis 14 Tage, kann sich aber auch bis auf drei Wochen ausdehnen, das hängt sehr vom Charakter des Kindes ab. Während dieser Zeit kann die Mutter oder der Vater sich immer ein bisschen mehr zurückziehen, auf diese Weise wird für das Kind die Trennung weniger spürbar.

In einer Krippe ist der Einsatz der Eltern sehr erwünscht. Es soll keine Abschiebe-Möglichkeit sein die Kinder tagsüber betreuen zu lassen, sondern ein Hand-in-Hand-Gehen in der Erziehung. Es gibt einen Elternbeirat in der sich die Eltern zusammenschließen um gemeinsam ihre Interessen zu vertreten.

Bei Elternabenden und gemeinsam organisierten Kinderfesten soll sich die Beziehung zwischen den Eltern und dem Personal der Krippe vertiefen. Gleichzeitig können die Erzieherinnen auch immer ein Ansprechpartner in Erziehungsfragen sein.

Die Krippenbetreuung ist für Kinder zwischen 0 und drei Jahren. Für Eltern die arbeiten, ist es eine große Erleichterung ihr Kind tagsüber betreuen lassen zu können. Die Eltern, die einen Krippenplatz bekommen haben großes Glück, denn die sind leider rar und begehrt.

Alle Facts zum Thema Kinderkrippe © Dennis Knorr / PixelioIm Augenblick gibt es lediglich für 15,5 Prozent aller 0 bis dreijährigen Kinder einen Platz in einer Krippe. Die Bundesländer im Osten Deutschlands liegen hier klar im Vorteil, sie bieten für 41 Prozent der Kleinstkinder Betreuung an, in den alten Bundesländern sind es dagegen nur 9,9 Prozent.

Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen 750.000 weitere Betreuungsplätze geschaffen werden und ab 2013 hat jedes Kind einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz.

Doch bis es soweit ist, müssen Eltern einiges an Geschick aufbringen oder viel Glück haben um ihr Kind in sicherer Obhut zu wissen. Die Krippenplätze werden nicht an zentraler Stelle vermerkt, also muss man sich bei den einzelnen Krippen bewerben. Dabei ist es sinnvoll mehrere auszuwählen, die in Frage kommen.

ForHer hat ein paar Tipps zusammengestellt, wie man sich einen kleinen Vorsprung bei der Suche verschaffen kann:

  1. Das Wichtigste ist, sich so früh wie möglich um einen Platz zu bewerben. Am Besten gleich nach der Geburt. Die Plätze werden nach Dringlichkeit vergeben, aber wer einen Platz hat, kann den nicht mehr verlieren.
  2. Du arbeitest und kannst sicher nicht immer alle Sprechzeiten einhalten. Versuche ruhig einen anderen Termin zu vereinbaren, so bleibst Du leichter in Erinnerung, als die Mütter, die sich alle nacheinander vorstellen.
  3. Sich ein paar mal öfter zurückzumelden, als nötig kann nicht schaden. Dein Name prägt sich ein und Du zeigst großes Interesse.
  4. Kennst Du andere Mütter, die ihr Kind in einer der Krippen haben, wo auch Du Dich um einen Platz bewirbst? Dann komm einfach mal mit zu Abholen. Umso präsenter Du bist, umso besser.
  5. Wenn Du beim Vorstellungsgespräch gezielte Fragen stellst, fällst Du positiv auf und zeigst Dich engagiert und fürsorglich.
  6. Bringe auch den Vater des Kindes mit zu den Terminen, Väter tauchen dort selten auf und ihr fallt gemeinsam als fürsorgliche Eltern auf.
  7. Binde in die Gespräche immer mit ein, dass Du gerne bereit bist an Festen mitzuhelfen oder biete sonstige Unterstützung an. Dein "Mehrwert" könnte sich auszahlen.
  8. Notlügen sind erlaubt: Ist die Krippe weiter weg von Deinem Wohnort, erzähle von Deiner Wohnungssuche in der Nähe. Die baldige Nachbarschaft könnte ein Pluspunkt sein.


Kommentare

  1. 1von KaPohl | 6. November, 2008

    Wer nicht die Möglichkeit hat die ersten 3 Jahre beim Kind zu bleiben, der/die sollten kein Kind zeugen. Ich möchte nicht, dass mein Kind, von einer fremden Person den Stempel aufgedrückt bekommt. Gerade diese Zeit ist für die Entwicklung des Kindes wichtig. Wer sein Kind wirklich liebt, gibt es auch nicht in andere Hände. Ausgenommen sind natürlich Großeltern, wenn diese das möchten.

    G. Ka Pohl

  2. 2von Katharina | 17. November, 2008

    Ich habe zwei Söhne. Der erste brauchte seine 3-4 Stunden Mittagsschlaf, der zweite nicht mehr als eine halbe Stunde. Der eine schlief morgens länger als der andere Sohn. Kinder sind bis 2 1/2 – 3 Jahren besser in der Familie, wenn möglich Großfamilie, aufgehoben. Danach sind Kindergärten – auch wenn Geschwister da sind – eine prima Sache und wichtig. Der Status des Hausmanns oder der Hausfrau sollte in der Gesellschaft besser anerkannt sein und vom Staat ehe als Beruf – auch finanziell – unterstützt werden (Kindergeld könnte in Gehalt oder Pensionseinzahlung umgeändert werden).
    LG, G.K.ST.

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