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Gesund durch die kalte Jahreszeit: Wintergemüse als leckerer Vitaminlieferant
Wer sich im Winter gesund ernähren möchte, greift nicht selten auf importierte Südfrüchte zurück. Dabei wird oftmals vergessen, dass unser einheimisches Wintergemüse einen nicht geringeren Anteil an Vitaminen hat als die Lieferungen aus den warmen Zonen. Durch die oft sehr langen Transportwege und Lagerungszeiten der Südfrüchte gehen viele wichtige Vitamine sowie Geschmack und Nährstoffe verloren. Regional angebautes Wintergemüse bietet uns somit eine gesunde, preiswerte und umweltschonende Alternative zu den südlichen Importprodukten!
Die Ernährungswissenschaftlerin Dr. Petra Ambrosius vom INSTITUT FRESENIUS Qualitätssiegel verrät euch, worauf es bei der vitaminschonenden Lagerung und Zubereitung ankommt.
„Allgemein unter Wintergemüse zu verstehen sind überwiegend Kohlsorten und Wurzelgemüse, deren Ernte in den Spätherbst und die Wintersaison fällt“, erklärt Dr. Petra Ambrosius, Ernährungsexpertin bei SGS INSTITUT FRESENIUS. „Im Gegensatz zu anderen Gemüsesorten entfalten sie ihr volles Aroma erst nach dem ersten Frost.“
Die wichtigsten Wintergemüse und ihre Nährstoffe:
Grünkohl: Vitamin A, B und C, Kalium
Rosenkohl: Vitamin C und B
Weiß- und Rotkohl: Vitamin A, C und B, viele wichtige Mineralstoffe
Wirsing: Kalium, Vitamin C, Magnesium
Rote Beete: Kalium, Eisen, Provitamin A
Chicorée: Vitamin A, Kalium, Phosphor und Kalzium
Steckrüben: Karotin, Provitamin A, Vitamine B1, B2, C
Brokkoli: Eisen, Kalium, Karoten, Vitamin C
Knollensellerie: Natrium, Vitamin K und A, Kalium
Blumenkohl: Vitamin C, Mineralstoffe
Möhren: Vitamin A, B3, C und E
Lauch: Vitamin C, E, Folsäure, Mangan
Kohlrabi: Kalium, Kalzium, Vitamine
Pastinaken: Kalzium, Karotin
Kohlrabi: Kalium, Kalzium, Vitamine
Wintergemüse als natürliche Hausapotheke
Durch ihren hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen wirken sich die leckeren Wintergemüsesorten positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden aus. „Fast alle Kohlsorten wirken blutbildend und entwässernd. Rotkohl und Weißkohl eignen sich zudem sehr gut für Patienten mit erhöhtem Cholesterinspiegel“, erklärt Dr. Petra Ambrosius. Auch den in der Winterzeit so häufigen grippalen Infekten kann mit den Winterdelikatessen vorgebeugt werden. Wirsing, Schwarzwurzel und Möhren stärken nachweislich das Immunsystem und Rote Beete gilt aufgrund ihres hohen Gehalts an Vitaminen und Mineralstoffen sogar als Geheimtipp bei Grippe und Erkältungen. Ebenso profitiert der Magen-Darm-Trakt vom Genuss der einheimischen Produkte: Lauch stärkt den Magen und regt die Verdauung an, Chicorée wirkt sich positiv auf Appetit und Verdauung aus.
Die richtige Lagerung
Optimalerweise sollte das Wintergemüse in einem lichtgeschützten Keller gelagert werden. Wer über keinen Keller verfügt, lagert das Gemüse am Besten im Gemüsefach des Kühlschranks. „Das Gemüse sollte möglichst innerhalb von zwei Tagen verbraucht werden, denn ansonsten gehen viele der wichtigen Vitamine und Mineralien verloren“, empfiehlt Ernährungsexpertin Dr. Petra Ambrosius. Sie rät daher, immer nur kleinere Mengen einzukaufen. Eine weitere Möglichkeit sei es, das Wintergemüse nach dem Kauf zügig einzufrieren - dadurch bleibt der Großteil der Vitamine erhalten. Es ist sogar nachgewiesen, dass vor allem die Kohlsorten durch die Minustemperaturen einen besonders guten Geschmack bekommen. Tipp: Vor dem Einfrieren das Gemüse schneiden, kurz blanchieren und abschrecken. Nach dem Abkühlen sollte das Gemüse portionsweise eingefroren werden. So ist es etwa acht bis zehn Monate haltbar.
Zubereitungstipps für den vollen Genuss
Grundsätzlich sollte man Wintergemüse nicht verkochen, sondern lieber klein schneiden und kürzer dünsten. „Bei der Zubereitung von Kohl ist es ratsam etwas Öl oder Butter zu verwenden, denn nur dann kann der Körper die fettlöslichen Vitamine aufnehmen“, erklärt Petra Ambrosius. Rosenkohl ist besonders köstlich, wenn es z.B. in Dampf gegart und mit etwas gebräunter Butter übergossen wird. Chicorée, Schwarzwurzel, Knollensellerie und Schwarzwurzel schmecken sowohl gedünstet und gebraten, als auch roh zu einem Salat verarbeitet. Wird das Gemüse im rohen Zustand verzehrt, sollte zur Aufnahme der Vitamine stets etwas Fetthaltiges dazu gereicht werden – so sind Möhren in Kombination mit einem Quark-Dipp ein leckerer und schneller Snack für zwischendurch. Generell gilt, dass sich alle Wintergemüsesorten sehr gut als Gemüsebeilage zum Hauptgericht eignen oder auch hervorragend in einen Eintopf passen. Da alle Gemüsesorten kalorienarm sind, kann ohne schlechtes Gewissen geschlemmt werden.
Übrigens: Wusstet ihr schon, dass ....
... Grünkohl das vitaminreichste Gemüse überhaupt ist während Schwarzwurzel das
ballaststoffreichste Gemüse darstellt?
.... gegen den unerwünschten blähenden Nebeneffekt der Kohlsorten eine Zubereitung mit
Gewürzen wie Anis, Fenchel oder Kümmel hilft?
....der unangenehme Geruch beim Kochen von Kohl – hervorgerufen durch den
Schwefelanteil des Gemüses - sich vermeiden lässt, indem man einen kleinen Schuss
Essig ins Kochwasser gibt?
... Feldsalat auch unter den Namen Vogerlsalat, Sonnenwirbel, Nüsslisalat, Rapunzel und
Ackersalat bekannt ist?
... sich Wintergemüse mit verschiedenen Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen
anreichert, um robust und widerstandsfähig gegen den Winter zu sein?
... Chicorée durch Zufall entdeckt wurde?
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