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Tod mit 27: Ein Rockstar Mythos?
Das Amy Winehouse mit 27 Jahre starb, mag ein Zufall sein. Doch damit gehört auch sie zum sogenannten "Club 27". Auffällig ist allerdings, dass viele Pop- und Rockstars in diesem Alter sterben. Und das ist kein heutiges Phänomen, sondern begann bereits vor 40 Jahren.
Zu den jung verstorbenen zählen Janis Joplin, Jimi Hendrix, Jim Morrison und jetzt Amy Winehouse. Ein guter Freund der Sängerin Pete Doherty hat überlebt. Er feiert in 10 Tagen seinen 30. Geburtstag und dürfte damit aus dem Gröbsten heraus sein. Er ist pflichtbewusst, zuverlässig und clean geworden. Noch mit 27 Jahren sah das ganz anders aus. Torkelnd und scheinbar nicht von dieser Welt trieb er in London sein Unwesen und kam stets zu spät zu seinen Auftritten. Auch Platten nimmt er erst seit kurzem wieder auf.
Ganz im Gegenteil zu Amy: Sie war Stammgast in Londons Pubs und wurde immer wieder in die Klinik eingewiesen. Kaum hatte sie diese verlassen genehmigte sie sich den nächsten Drink. Und immer wieder wurde sie von den lauernden Fotografen dabei abgelichtet. Sie wird gefeiert und darin bestärkt weiter zu machen - keiner kann ihr helfen. Ihre Eltern versuchen sie immer wieder auf den richtigen Weg zu bringen, doch vergebens. Amy Winehouse stirbt mit nur 27 Jahren. Ob es eine Überdosis war, ist bisher noch ungeklärt. Doch eines ist sicher: Sie starb an den Folgen ihres gesundheitsgefährdenen Lebensstils.
Wissenschaftler haben demnach festgestellt, das der "Club 27" kein Mythos ist. Denn entweder - so besagt es die Statistik - sterben Popstars an ihrer Berufskrankheit oder sie sagen sich los von Drogen, Alkohol & Co. Denn nur dann werden sie so faltig aber gesund wie Mick Jagger, der heute lieber zu Salat greift als zu harten Drogen.
Sein Bandkollege Brian Jone schwamm dagegen im Sommer 1969 leblos in einem Pool, gefolgt von Jimi Hendrix tot im Hotelbett und Janis Joplin, der tot in einer Herberge aufgefunden wurde. Den Tod in der Badewanne fand Jim Morrison. Und auch Kurt Cobain nahm sich mit einem Gewehr das Leben.
Zu diesem Rockstar-Mythos gibt es jetzt eine Sonderausstellung im "Rock'n'Pop Museum" im westfälischen Gronau: "The Sun Ain't Gonna Shine Anymore - Tod und Sterben in der Rockmusik" .
Die Ausstellung soll zeigen, das im Pop- und Rockgeschäft nicht alles Gold ist was glänzt. Verschiedene CD- und Plattenhüllen beweisen genau das, wie die Songs von Neil Young, der singt, dass es besser sei, rasch auszubrennen als dahinzudämmern.
Eines haben alle Toten Popstars gemein: Sie werden überhäuft mit Preisen wie den Grammys und feiern damit ihre Auferstehung durch die Aufbereitung hinterlassener Tonbänder. Auch die Hits von Amy Winehouse stehen derzeit wieder hoch in den Charts. Es wird sich zeigen, wieviel Aufmerksamkeit sie in den nächsten Jahren von der Öffentlichkeit bekommen wird und welche Preise sie post mortem nach "Hause" oder besser gesagt ins Grab holen wird.
In der Galerie haben wir euch Bilder aus Amys bewegtem Leben zusammengestellt. Klickt euch durch!
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