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Spargel – nicht immer gesund
Es ist Spargelzeit in Deutschland. Und ja: Wir lieben Spargel. Vor allem weil er zu 90 Prozent aus Wasser besteht und damit sehr kalorienarm ist. Außerdem enthalten die weißen Stangen viele wertvolle Inhaltsstoffe: Vitamin C, Vitamin E und die für das Nervensystem wichtigen B-Vitamine. Als besonderen Inhaltsstoff enthält Spargel die Asparaginsäure. Diese regt die Nierenfunktion an und wirkt somit entwässernd. Wer Übergewicht hat, sollte also ganz viel Spargel essen.
1568 wurde in Deutschland zum ersten Mal Spargel gestochen und zwar in Stuttgart. Heute wird Spargel bei uns in mehreren Bundesländern angebaut: Bayern, Nordbaden, Mittel- und Oberfranken, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen. Es gibt sogar richtige „Spargeldörfer“, die sich auf dieses Gemüse spezialisiert haben. Die Erntesaison reicht von Mitte April bis zum 24. Juni.
Doch: Spargel ist nicht immer gesund und hat auch seine Schattenseiten. Denn Spargel auch Gemeiner Spargel genannt kann einen Gichtanfall auslösen. Und das passiert so: Die ziemlich große Menge an Purinen wird im Körper zu Harnsäure umgewandelt. Eigentlich werden Purine normalerweise über die Niere mit dem Harn ausgeschieden. Ist nun mehr Harnsäure vorhanden, weil viel Spargel verzehrt wurde, fällt die Substanz im Körper aus und wird zu Harnsäurekristallen. Diese Kristalle lagern sich bevorzugt in Finger- und Zehengelenken ab und verursachen dort Schmerzen und Schwellungen: Gicht.
Da Männer höhere Harnsäurewerte als Frauen besitzen, sind sie viel häufiger betroffen. Gefährdet sind vor allem Menschen, deren Nieren nicht voll funktionstüchtig sind. Wer Nierensteine hat, sollte das Gemüse meiden.
Spargel enthält zwar nicht so viele Purine wie Fleisch, Innereien, Brokkoli, Käse oder Wein. Da man aber von Spargel in der Regel in kurzer Zeit sehr viel zu sich nimmt, können die Purine gefährlich werden.
Wer sich über den strengen Uringeruch nach dem Verzehr wundert: Ein Enzym spaltet die in der Asparagussäure eingeschlossenen schwefelhaltigen Verbindungen, welche für den unangenehmen Geruch verantwortlich sind.
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