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Mirco Nontschew: Mehr Chancen für Newcomer

Die nächste Generation im Blick: Mirco Nontschew (42) würde es begrüßen, wenn wieder mehr Comedy-Neulinge im Fernsehen Platz hätten.
In den frühen 90er Jahren wurde der gebürtige Berliner als Teil der Ensemble-Show 'RTL Samstag Nacht' berühmt. Dass Sendungen, in denen noch völlig unbekannte Komiker auftreten dürfen, immer seltener werden, beobachtet der Altmeister mit Skepsis: "In der Tat, von solchen Sendungen ist wenig übrig geblieben. Hinzu kommt, dass Kollegen wie Mario Barth, Kaya Yanar oder Bülent Ceylan in ihren Shows überwiegend schon bekannte Kollegen einladen - auch ich trete dort ja immer wieder mal auf", erzählte Nontschew im Interview mit 'DWDL.de' und sinnierte: "Wahrscheinlich besteht ganz einfach eine gewisse Unsicherheit, weil man nicht weiß, wie die Zuschauer auf unbekannte Personen reagieren. Aber letztlich ist es wie bei Ärzten: Wenn man sein Studium gemacht hat, muss man mal an die offene Wunde ran. Größere Flächen für unbekanntere Comedians wären daher wünschenswert."
Er selbst wagt nun ein riskantes Comeback in der Neuauflage der Sketch-Show 'Die dreisten Drei'. An der Seite von Sophia Thomalla und Oliver Beerhenke wird er ab dem 1. Februar mittwochs auf Sat.1 zu sehen sein. "Ich habe die Sendung in den letzten Jahren kaum verfolgt und mir ist auch klar, dass es keine neue Idee ist, drei Leute Sketche spielen zu lassen. Dass ich nun dabei bin, hängt auch damit zusammen, dass Otto Steiner von Constantin Entertainment schon lange etwas mit mir machen wollte, was leider nie wirklich geklappt hat. Wir sind dann im Rahmen einer Fernsehsendung auf die Idee einer Neuauflage der 'Dreisten Drei' zu sprechen gekommen. Ich war erst mal nicht begeistert, habe mich dann aber von guten Autoren und Sophia Thomalla, die ebenfalls mit im Team ist, überzeugen lassen", erzählte Nontschew ehrlich und fügte lachend hinzu: "Und bevor man gar nichts im Fernsehen hat, macht man eben sowas!"
Dem neuen Sendeplatz mittwochs um 22.30 Uhr sieht der Spaßvogel gelassen entgegen. "Egal welcher Sendeplatz es ist: Man wird nie den Geschmack aller Zuschauer treffen können. Es würde mich freuen, wenn die Leute sagen, sie haben sich vor Lachen weggeschmissen, weil einige lustige Sachen dabei waren. Wenn es keinen interessiert, geht das Leben trotzdem weiter. Aber vielleicht gibt's ja zwei, drei Zuschauer, denen gefällt, was wir da machen", betonte Mirco Nontschew. © Cover Media