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Kurt Krömer hat einen langen Weg hinter sich

Entwicklung: Kurt Krömer (36) mag heute Tausende von Menschen zum Lachen bringen, in seinem eigenen Leben sah es vor einigen Jahren eher duster aus.
Mit Anfang 20 war der Comedian ('Eine Insel namens Udo') "ganz unten", damals arbeitete er sogar zwei Jahre lang als Putzmann in verschiedenen Wohnblocks. Seine Lehre zum Einzelhandelskaufmann hatte der Berliner abgebrochen, daraufhin gingen etliche Freundschaften in die Brüche. Und auch die Liebe zu seiner damaligen Freundin endete, wie Krömer gegenüber dem 'Zeit Magazin' beschrieb: "Ich weiß noch, mit meiner damaligen Freundin spazierte ich mal den Ku?damm entlang, sie blieb vor dem Schaufenster eines Juweliers stehen und sah sich einen Ring für 1500 Mark an. Das fand ich ziemlich teuer. Da sagte sie zu mir: Weißt du, du stellst einfach nichts dar. Und so haben wir uns getrennt."
Zwei Jahre lang schrubbte der Grimme-Preisträger anschließend Böden und stellte fest, dass man als Putzmann oft unsichtbar für andere Menschen ist. Der heutige Spaßvogel verglich diese Haltung mit der, die auch oft behinderten Menschen entgegengebracht wird: "Wenn man einen Menschen im Rollstuhl sieht, heißt es oft: Nicht beachten! Nicht hingucken! Und so haben die Menschen bei mir reagiert. Ich finde, das gehört sich nicht. Wenn ich heute den Hausflur hinuntergehe und jemand putzt gerade die Treppe, sage ich immer Guten Tag. Das ist kein Idiot, der da sauber macht, sondern ein Mensch", betonte Kurt Krömer. © Cover Media