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Christoph Schlingensief: posthume Ehre

Bild von Christoph Schlingensief

Schön: Christoph Schlingensief (?49) erhält knapp ein Jahr nach seinem Tod den Hein-Heckroth-Bühnenbildpreis 2011.

Mit dem Preis, den das Land Hessen alle zwei Jahre vergibt, werden Bühnenbildner ausgezeichnet, die die Auseinandersetzung mit der bildenden Kunst kreativ in ihre Arbeiten einfließen lassen.

Die Jury sagte über Schlingensief ('United Trash'), er sei "eine der originellsten Erscheinungen im kulturellen Leben Deutschlands der vergangenen 30 Jahre" gewesen.

Die Verleihung des mit 5.000 Euro dotierten Ehrenpreises findet am 10. April in Gießen statt. Schlingensiefs Witwe Aino Laberenz wird den Preis entgegen nehmen.

Christoph Schlingensief war letztes Jahr am 21. August einem Krebsleiden erlegen. 2008 erhielt der gebürtige Oberhausener erstmals die Diagnose Lungenkrebs. Ein Lungenflügel wurde entfernt, doch ein Jahr später stellten die Ärzte neue Metastasen fest. Dennoch blieb der provokante Künstler optimistisch. Im August 2009 heiratete er Laberenz, die zuvor jahrelang als Kostüm- und Bühnenbildnerin für ihn gearbeitet hatte.

Christoph Schlingensief hätte sich sicher über die Ehre gefreut. © Cover Media



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