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Mood Food – Gute Laune kann man essen
Was? Gute Laune kann man essen? Wie ist es möglich, dass uns essen glücklich machen kann? Die Wissenschaft hat Antworten auf unsere Fragen.
Genauer gesagt die Neurologen wissen, warum essen nicht nur satt, sondern auch glücklich machen kann, denn unsere Ernährung kann unsere Stimmung tatsächlich beeinflussen.
Das Gehirn ist an unserem Gefühlsleben maßgeblich beteiligt und schüttet Botenstoffe aus, die uns glücklich oder traurig werden lassen.
Hormone wie Serotonin und Endorphine sind die Auslöser für die Glücksproduktion in unserem Körper.
Je mehr Serotonin das Gehirn abgibt, desto entspannter und zufriedener sind wir. Serotonin vermindert die Schmerzempfindlichkeit und sorgt für einen gesunden Schlaf. Je weniger wir von diesem Hormon in unserem Körper haben, um so unausgeglichener sind wir. Wir werden rastloser, schlafen schlechter und werden zunehmend unmotivierter. Um ausreichend Serotonin produzieren zu können, müssen wir dem Körper Nährstoffe zufügen.
Die Glücksboten bekommen Hilfe
Das Hormon braucht Unterstützung, um seine Aufgabe erfüllen zu können. Damit das Gehirn ausreichend Serotonin ausschütten kann, muss der Körper Tryptophan aufnehmen. Dieser Eiweißbaustein kann jedoch nicht vom Körper selbst hergestellt werden. Tryptophan ist aber in vielen Lebensmitteln wie z.B. in Gemüse und Hülsenfrüchte enthalten. Damit das Tryptophan in unser Gehirn gelangt, sind Kohlenhydrate notwendig.
Die Helfer: Tryptophan und Kohlenhydrate
Erst die Kohlenhydrate sorgen dafür, dass das Tryptophan in das Gehirn gelangen kann. Die Kohlenhydrate werden im Darm in Zucker umgewandelt. Der angestiegene Blutzuckerspiegel belebt die Insulinproduktion und die Nervenzellen werden aufnahmebereit für das Tryptophan. Über die Blutbahnen gelangt es dann direkt in das Gehirn, wo daraus Serotonin entsteht.
Der Serotoninspiegel steigt am schnellsten bei einer Kombination aus Kohlenhydraten, Zucker und hohem Fettgehalt wie z. B. Schokolade, Chips oder Pizza.
Menschen, die unter depressiven Verstimmungen leiden, haben ein stärkeres Verlangen nach Kohlenhydraten. Ernährungs-Experten sprechen von „carbohydrate craving“.
Nach dem Essen ist man für eine Weile wieder ausgeglichen und Gefühle wie Angst oder Trauer zeigen sich weniger stark. Viele Menschen kompensieren unbewusst durch Essen ihre unausgeglichene Gefühlswelt.
So wirkt Zucker am schnellsten auf unsere Laune, aber leider ist dieser Effekt nur von kurzer Dauer. Essen im Übermaß macht für den Moment glücklich, aber leider auch dick.
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