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Michael Schumacher rechnet mit Journalisten ab

Es war das meistdiskutierte und am sehnlichsten erwartete Comeback in der Geschichte des Rennsports: Formel 1-Weltmeister Michael Schumacher (40) kehrte beim Großen Preis von Bahrain vor wenigen Wochen zurück auf die große Bühne der Königsklasse. Dass am Ende ein sechster Platz heraussprang, enttäuschte viele Fans, die den Deutschen sofort wieder auf dem Thron sehen wollten. Nun strafte Schumacher in einem Interview bei 'Eurosport' giftig die Aussagen von Experten und Journalisten ab.
So sprach er über das Ergebnis von Bahrain, wo Teamkollege Nico Rosberg (24) sowohl im Training als auch im Rennen schneller war als er: "Ich war ganz zufrieden damit, wie es gelaufen ist. Wir verstehen jetzt etwas besser, wie wir das Auto verbessern können und was wir tun müssen, damit ich besser damit zurechtkomme. Alles in allem lief es in etwa wie erwartet. Ich habe nicht davon geträumt, beim ersten Rennen alle in Grund und Boden zu fahren. Andererseits wurde auch ich nicht in Grund und Boden gefahren, also war es okay."
Nachdem ein Journalist fragte, wie Schumacher zu der Aussage von Experte Niki Lauda (61) stehe, dass man ihn erst nach dem dritten Rennen bewerten solle, antwortete er süffisant: "Ich werde mich selbst bewerten, wenn ich die Zeit dafür reif halte - bei allem Respekt vor Niki oder auch euch Journalisten." Zack, das saß. Später legte er noch einmal nach. Als er auf sein Ziel für diese Saison angesprochen wurde, sprudelte es aus dem Kerpener heraus: "Warum muss man das immer festmachen? Ihr wollt mich doch nur runtermachen, wenn ich das, was ich gesagt habe, am Jahresende nicht erreicht habe. Versucht es ruhig weiter, aber das wird zu nichts führen!"
Zu guter Letzt musste sich Schumi auch noch die Frage gefallen lassen, ob nicht doch sein Auto das eigentliche Problem sei und der Grund für all die kritische Nachfragerei der schreibenden Zunft: ""Dann würde es halt andere Fragen geben", polterte der Rekordweltmeister. "Aber Nico und ich haben das Maximum herausgeholt - besser ist das Auto im Moment nicht. Es liegt jetzt an uns, das gemeinsam mit dem Team in die richtige Richtung zu bekommen. Die Formel 1 ist eine harte Welt, eine große Herausforderung. Deswegen sind wir hier, deswegen betreiben wir diesen Sport."
Immerhin zeigt die Tendenz deutlich nach oben: Beim freien Training zum kommenden Großen Preis von Australien, dem zweiten Rennen der Saison, belegte die Formel-1-Legende den vierten Platz - vor Teamkollege Rosberg. Geht doch. © Cover Media
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