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Macht Stillen vergesslich?

Macht Stillen vergesslich? © Photos.comBei Schwangeren und Müttern von Säuglingen treten oft Konzentrationsstörungen auf, die als sogenannte Stilldemenz bezeichnet werden.

Für Außenstehende wirkt das meist befremdlich, denn auf einmal fragt die beste Freundin, jetzt Mutter, wichtige Sachen wiederholt nach. Dabei traten vor der Schwangerschaft nie oder selten Kurzzeitgedächtnisprobleme auf. Viele (werdende) Mütter können darüber lachen und tauschen sich belustigt über die neuesten Demenzanzeichen aus. Neuerdings werden Einkaufszettel mit weniger als drei Artikel notiert, während früher alles im Kopf abgespeichert werden konnte.

Bis heute gibt es verschiedene Ansätze zur Erklärung:
Eine der Thesen besagt, dass Mütter ihre ganze Aufmerksamkeit auf das Kind richten.  Außerdem müssen viele (werdende) Mütter sich erst an die völlig veränderte Situation gewöhnen, die ein Kind bedeutet. Dieser "Brutpflege"-Gedanke dominiert dann eindeutig.

Auch die hormonelle Veränderung, die während der Schwangerschaft im Körper stattfindet, könnte für die nachlassende Gedächtnisleistung verantwortlich sein.

Eine andere mögliche Erklärung wäre einfach Schlafmangel. Man hat im Schlaflabor nachgewiesen, dass die Gedächtnisleistung merklich nachlässt, wenn die Tiefschlafphasen regelmäßig von außen unterbrochen werden.

Wenn das Neugeborene nun am Anfang kaum durchschläft, bekommen Eltern häufig über einen längeren Zeitraum zu wenig Schlaf. Einige Ärzte und Psychologen empfehlen, mit dem Kind gemeinsam in einem Raum zu schlafen, um den Schlafrhythmus aufeinander abzustimmen.

Bislang gibt es zu diesem Thema kaum Studien und auch die Frage, wann Betroffene mit Besserung rechnen können, ist leider noch unbeantwortet.
In vielen Fällen legte sich die Vergesslichkeit, nachdem sich die Eltern an die neue Situation gewöhnt hatten, die Kinder dem Säuglingsalter entwuchsen und durchschliefen.



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