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Lothar Matthäus will irgendwann „Gerechtigkeit“

Optimistisch: Der gehörnte Ex-Fußballheld Lothar Matthäus (49) hofft, dass er in Deutschland irgendwann "Gerechtigkeit" bekommt.
Nach dem öffentlichen Rosenkrieg mit seiner Nochgattin Liliana (22), die beim Fremdknutschen erwischt worden war, hat sich der derzeit arbeitslose Fußballtrainer in Budapest verkrochen. In seiner deutschen Heimat fühlt er sich unverstanden, sein Image ist angekratzt.
"Ich hab' gerade keine Heimat. Also, hier, Budapest, das ist im Augenblick mein Ruhepol. Hier fühle ich mich sehr wohl. Ich sitze gern dort unten auf dem Fährschiff, der Blick auf die Stadt, die Burg, dieses wundervolle Panorama genieße ich", erklärte er der Zeitschrift 'Stern'.
In der ungarischen Hauptstadt begegnen ihm keine höhnenden Schlagzeilen, anders als in der deutschen Medienlandschaft. "Mein Image könnte besser sein", weiß Matthäus. Trotzdem hofft er, dass die gerechte Anerkennung irgendwann auch in der Bundesrepublik auf ihn wartet, wenn "man Privates vom Beruflichen trennt".
Doch noch mehr als die eigene Kränkung, machen ihm die Auswirkung zu schaffen, die seine Ehe-Schlammschlacht auf seine Eltern hat. Die seien "einfache, ehrliche Menschen" und die ganze Sache sei "brutal" für sie. "Wenn meine Eltern einkaufen gehen, dann sind in ihrem Städtchen diese Blicke, das Getuschel. Es tut mir so leid für sie, sie schämen sich für ihr Kind", erzählte er der Publikation. Und auch, dass seine Eltern nicht verstünden, in was für eine Welt er lebe.
Eine Welt, die er selbst nicht versteht: "Was ist das für eine Welt? Was für eine schmutzige Welt! Da spricht man von Liebe, Treue, Sehnsucht, macht Pläne - und dann ist das alles plötzlich bloß noch ein Traum, der platzt", sinnierte Matthäus.
Zumindest nimmt es der Ballkünstler sportlich, vergleicht das Leben mit dem Treiben auf dem Rasenplatz. "Ich habe ein Spiel verloren. Das war ein Foul hinter dem Rücken des Schiedsrichters. Rote Karte", sagte er, aber: "Niederlagen haben mich immer gestärkt, mich motiviert, neu und besser anzugreifen."
Klingt wie eine Kampfansage, die Lothar Matthäus der Zukunft - und vielleicht auch Deutschland - macht. © Cover Media