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Kleine Kürbiskunde
Der Kürbis ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Erde. Prähistorische Funde von Kürbissamen lassen sich sogar auf die Zeit um 10.000 vor Christus zurückdatieren. Kürbisse bilden eine Pflanzengattung aus der Familie der Kürbisgewächse.
Das Herkunftsland aller Kürbispflanzen ist die USA. Seit Anfang des 16. Jahrhunderts wird Kürbis auch in Europa angebaut. Als Speisekürbisse werden heute hauptsächlich drei Arten verwendet: Riesenkürbis, Moschuskürbis und Gartenkürbis.
Die beliebte Kürbisausstellung in Ludwigsburg feiert in diesem Jahr sogar ihr 10-jähriges Jubiläum.
Der Kürbis ist sehr gesund: 100 Gramm seines Fruchtfleisches haben nur 27 Kalorien. Besonders lecker ist er als Gemüsebeilage, gefüllt oder in einer Suppe. Dabei liefert er viele Nährstoffe wie Beta-Karotin, Vitamin A, Magnesium, Kalzium und Kalium. Vor allem das Beta-Karotin ist ein wichtiger Schutzstoff für die Zellen, da es antioxidative Eigenschaften besitzt und die Zellen vor dem Angriff freier Radikale schützt.
Kürbiskerne werden - zum Teil geröstet und gesalzen und in Brot und Brötchen verwendet.
Aus den Kernen des Ölkürbis wird das hochwertige Öl gewonnen. Es enthält ernährungsphysiologisch wertvolle Fettsäuren, vor allem Linolsäure, eine lebenswichtige, zweifach ungesättigte Omega-6-Fettsäure. Zusätzlich liefert es in hoher Menge Vitamin E, aber auch die Vitamine A, B1, B2, B6, C und D, die Mineralstoffe Phosphor, Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Kupfer, Mangan, Selen und Zink. Kürbiskernöl liefert zudem Phytosterine.
Hier ein Überblick über die hierzulande angebauten Kürbisse
Riesenkürbis (Cucurbita maxima): Der Hokkaido
Der Hokkaido ist mit 1 bis 1,5 Kg ein recht kleiner Vertreter der Riesenkürbisse. Übrigens: Der meistverkaufte kleine Speisekürbis.
Leuchtend orange innen und außen eignet er sich sehr gut für Suppen und bringt mit seinem nussigen, intensiven Geschmack Variation in die Kürbispalette. Er kann aber auch im Backofen gegart und ausgelöffelt werden. Früchte, die unverletzt und mit Stiel geerntet wurden, sind sehr gut lagerfähig und können in der Weihnachtszeit noch eine karotinreiche Mahlzeit liefern.
Moschuskürbis (Cucurbita moschata): Muskatkürbis, Butternutkürbis
Muskatkürbis
Der Muskatkürbis wird mit bis zu 20 Kg deutlich größer als der Hokkaido uns muss geschält werden. Große Exemplare werden oft in Stücken verkauft. Er zählt zu den Moschuskürbissen, die ihren Namen aufgrund ihres süßlich duftenden Fruchtfleisches tragen. Sein Geschmack, wie sein Name es schon verrät, erinnert stark an Muskat.
Butterkürbis
Der Birnenkürbis oder auch Butterkürbis genannt gehört ebenfalls zu den Moschuskürbissen. Sein Fruchtfleisch ist butterweich und süßlich und damit gut für Suppen, Kuchen und Desserts geeignet. Diese Kürbisse werden ca. 30 cm groß, sind hell-cremeorange und haben Ähnlichkeit mit einer Birne. Sie haben viel Fleisch aber nur wenig Samen. Die Schale ist nicht essbar.
Gartenkürbis (Cucurbita pepo)
Der Gartenkürbis, der auch Schmuck oder Gemüsekürbis genannt wird, ist ein großer Winterkürbis mit sehr harter Schale. Das Innere ist dickfleischig, faserig und mit großen Kernen durchsetzt.
Die Form des Gartenkürbis ist meist rund, manchmal auch kubisch. Das Fruchtfleisch ist gelb- bis dunkelorange, trocken und schmeckt sehr intensiv, würzig und süß. Die getrockneten Kerne sind ebenso eine Köstlichkeit.
Suppen, Chutneys oder Marmelade werden aus Gartenkürbissen gemacht. Als Gemüsebeilage sind sie nicht zu empfehlen.
Und was sich Leckeres aus einem Kürbis zaubern lässt, zeigen wir euch in der nächsten Woche!