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Hamam – eine Reise in den Orient

Hamam - eine Reise in den Orient © Hamam Hafen HamburgHamam ist ein türkisches Badehaus nach alter Tradition. Hier lösen sich der Alltagsstress und die Anspannung einfach in Seifenschaum auf. Wir haben für Euch das orientalische Baderitual getestet.

Vom Arbeitsalltag sind wir oft müde und gestresst, da ist es besonders wichtig, sich Oasen zu schaffen, in denen wir uns erholen und wieder auftanken können.

Ein Hamam ist solch ein Ort, für ein paar Stunden in eine andere Welt eintauchen und baden wie Prinzessin Scheherazade in 1001 Nacht.

Was bedeutet Hamam?
Das arabische Wort „Hamam“ heißt „wärmen“ und steht für Entspannung, Wohlbefinden und Sauberkeit. Die zentralen Elemente bei dieser Badezeremonie sind Wasser und Wärme. Nicht nur der Körper wird gereinigt auch die Seele findet hier Ruhe und Entspannung.

Hamam- tratschen auf orientalisch
Heute ist ein Hamam ein Ort der Ruhe und Entspannung. Doch vor 800 Jahren war es der Tratschtempel des Orients.
Hier trafen sich Geschäftspartner und Freunde und tauschten Neuigkeiten aus.

Vor allen Dingen war es der einzige Ort, der es Frauen ermöglichte sich außerhalb des Hauses zu treffen. Die Baderäume waren natürlich nach Geschlechtern getrennt. Orientalische Badekultur fand ihren Ursprung in Mittel-Anatolien und Istanbul, wo heute noch die schönsten Badehäuser zu finden sind.

Eine Reise in den Orient
Gleich wenn man das türkische Badehaus betritt, ist man umgeben vom orientalischen Prunk. Goldene Ornamente, Marmorfiguren, verschnörkelte Sofas und viele Kissen in den verschiedensten Farben und Mustern.
Der türkische Hausherr kommt auf mich zu und erklärt mir das Ritual. Er verspricht mir, dass ich am Ende schwebend das Hamam verlassen werde. Ich hoffe, er wird recht behalten.

Ich bekomme ein Badetuch (Pestemal) aus dünnem Stoff gereicht, das um den Körper gewickelt wird. Mit einem Bikinislip und Badelatschen bekleidet, betrete ich den Baderaum.
Die Raumtemperatur beträgt ca. 45 Grad. Die Luft ist angenehm, ganz anders wie in einer Sauna, wo die Luft sehr trocken ist.

Der Name Baderaum ist eigentlich untertrieben, da es ist vielmehr ein Saal handelt.
Er besteht komplett aus Marmor und über mir ist eine Kuppel mit bunten Mosaikfenstern, aus denen man den Himmel sehen kann. Ich bin tatsächlich im Orient.

Das Ritual kann beginnen
Als Erstes suche ich mir ein Marmorbecken (Kurna) aus und gieße mir mit einer Kupferschale Wasser über die Hände, dann über die Arme und schließlich über den ganzen Körper.
Das Wasser läuft am Körper hinunter und spült dabei Stress und Anspannung ab. Mein Körper hat sich schnell an die Hitze gewöhnt und ich fühle mich wohl und lasse meine Seele baumeln.

Nach dem Waschen legt man sich auf die warmen Steine (Nabelstein).
Der Nabelstein sieht aus wie ein Podest und ist das Herzstück des Badehauses. Durch die Wärme lockern sich die Muskeln und die Hautporen öffnen sich. Eine Weile liege ich einfach träumend da und schaue aus den Mosaikfenstern.

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