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Jetzt ist Grünkohl Zeit!
Die kalte Jahreszeit hat begonnen und auch der erste Frost war schon da. Perfekt um jetzt wieder Grünkohl zu essen.
Denn Grünkohl ist eigentlich erst dann erntereif, wenn der erste Frost die Blätter veredelt hat. Beim Auftauen wandelt sich die in den Blättern enthaltene Stärke zu Zucker um und gibt dem Kohl seinen charakteristischen leckeren Geschmack. Erntet man den Kohl früher, erfolgt diese Veredelung in der Tiefkühltruhe.
Grünkohl und Geschichte
Krauskohl, Braunkohl, Federkohl, Schlitzkohl oder Winterkohl - je nach Region hat das leckere Gemüse einen anderen Namen. Grünkohl gehört zu den ältesten Kohlarten überhaupt.
Ursprünglich kommt er aus dem östlichen Mittelmeerraum, wo er schon vor 2.000 Jahren angebaut wurde. Bei uns ist Grünkohl vor allem in Norddeutschland und in Westfalen populär.
Schon im 19. Jahrhundert fuhren wohlhabende Oldenburger Geschäftsleute in den Wintermonaten mit Pferdekutschen aufs Land, um in Dorfgasthöfen frischen Grünkohl zu essen.
Diese Tradition hat sich bis heute gehalten. Nachbarn, Betriebe und Vereine ziehen heutzutage zu Fuß mit Bollerwagen, Bier und Korn übers Land und erholen sich anschließend im Gasthof beim Grünkohl essen.
Grünkohl und Gesundheit
Denn so wussten es schon die Menschen von Früher: Die krausen Blätter sind wahre Vitaminbomben. So liefert der Grünkohl besonders viel Vitamin C, A und Folsäure. Durch die große Menge an Vitaminen stärkt er im Winter das Immunsystem und beugt Erkältungskrankheiten vor.
Auch eine große Menge an Calcium, Magnesium und Kalium findet man in diesem Wintergemüse wieder. Im Vergleich zu anderen Kohlsorten enthält Grünkohl außerdem viel Eiweiß und Kohlenhydrate.
Daher: Lange kochen sollte man ihn nicht! Sonst gehen die vielen gesunden Vitamine und Mineralstoffe verloren.
Besser: Den Kohl klein schneiden. So lässt sich die Garzeit verkürzen.
Der fettreiche Speck und die reichhaltigen Kohlwürste, die dazu gegessen werden, sind jedoch alles andere als gesund. Diese liefern neben viel Fett auch noch reichlich gesättigte Fettsäuren, welche sich negativ auf das Herz-Kreislauf-System und das Gewicht auswirken können.
Besser: Kassler und magere Fleischsorten.
Tipps beim Kauf von Grünkohl
Frische Grünkohlblätter sollten beim Kauf saftig grün und fest sein. Frühe Sorten sind hellgrün und am Rande fein gekräuselt, spätere Sorten haben eine dunkel- bis blaugrüne Farbe.
Häufig werden bereits frisch geschnittene Blätter portionsweise abgepackt angeboten - das erspart das langwierige Zerkleinern in der Küche. Sehr praktisch ist auch vorgewaschener Kohl, das erspart ebenfalls viel Zeit.
Besonders frisch gibt es das Wintergemüse direkt beim Bauern. Lagern sollte man frischen Grünkohl nicht zu lange. Auch im Gemüsefach des Kühlschranks hält er sich höchstens zwei bis drei Tage.
Empfehlenswert ist es auch den gehackten blanchierten Kohl portionsweise einzufrieren. So hat man gleich Grünkohl für das nächste Essen parat und kann sofort mit der Zubereitung beginnen.
In der nächsten Woche stellen wir euch ein leckeres Grünkohl Rezept vor, das schnell zubereitet ist.