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Die Welt zu Gast bei Freunden
Familienzuwachs auf Zeit klingt nach einer schönen Sache. Einen Jugendlichen für ein halbes bis ganzes Jahr bei sich aufzunehmen kann eine spannende Sache sein und viele neue Erfahrungen bringen.
Ein Kind aus einem anderen Land bei sich aufzunehmen bringt allen Familienmitgliedern gleichermaßen viele neue Eindrücke. Ein Austauschschüler aus einer anderen Kultur erweitert den Horizont und lässt die eigene Kultur einen ganz neu und bewusster erleben.
Gleichzeitig bedeutet die Aufnahme eines fremden Kindes eine große Verantwortung. Wer sich auf das Abenteuer einlässt, muss bereit sein, dass neue Familienmitglied komplett am eigenen Alltag Teil haben zu lassen.
Die Familie muss Spaß daran haben jemandem aus der Fremde dabei behilflich zu sein, sich in Deutschland wohl zu fühlen.
Die Jugendlichen verfügen über eigenes Taschengeld, so dass auf die Gastfamilien keine weiteren Kosten als für Kost und Logis zukommen.
Dazu gehört es, dem neuen Kind alle Rechten und Pflichten einzuräumen, die alle anderen Familienmitgliedern auch zustehen.
Alleinerziehende oder Paare ohne Kinder können genauso Gastfamilien werden wie Großfamilien. Die einzige Bedingung ist, dass mindestens zwei Personen im Haushalt leben. Es spielt keine Rolle, ob ein Elternteil gar nicht arbeitet oder beide im Beruf sehr eingespannt sind. Wichtig ist die Freude daran einem Jugendlichen in der Fremde ein Zuhause zu bieten.
Die Jugendlichen, die an den Austauschprogrammen teilnehmen sind zwischen 15 und 18 Jahren alt. Sie gehen hier in Deutschland zur Schule. Die Gastfamilien können eine Schule vorschlagen, die in der Nähe des Hauses liegt. Sinnvoll ist es, wenn die Austauschschüler auf dieselbe Schule gehen wie die eigenen Kinder.
Wenn die Jugendlichen noch nicht über Deutschkenntnisse verfügen, besuchen sie vor der regulären Schule einen vierwöchigen Intensivkurs.