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Alles rund um den Rhabarber!
Der Rhabarber gehört zur Familie der Knöterichgewächse. Es gibt ca. 60 Arten von ihm. Für den Verzehr wird der Gemeine Rhabarber genutzt.
Dieser ist in Ostasien beheimatet und dort schon seit über 4.000 Jahren als Heilpflanze bekannt. Dass die roten Stängel des Gewächses essbar sind, wurde erst vor ca. 250 Jahren in England herausgefunden, nachdem sich der Rhabarber über Russland nach Europa verbreitete.
Obst oder Gemüse?
Bei Rhabarber handelt es sich um ein Frühjahrsgemüse, das mit dem Sauerampfer verwandt ist.
Das leckere rote Fruchtfleisch wird vor allem für Kompotte, süße Nachspeisen und Kuchen verwendet. Im Vergleich zu den meisten Obstsorten kann Rhabarber schon ab April geerntet werden.
Es wird zwischen vier Rhabarbersorten unterschieden, die sich hinsichtlich des Geschmacks und der Farbe von Fruchtfleisch und Stiel unterscheiden.
Ziemlich sauer und daher für Dessert-Zubereitungen mit mehr Zucker geeignet, sind grüne Stangen mit ebenfalls grünem Fruchtfleisch.
Haben die Stangen eine rote Haut, ist der Geschmack herber, weniger sauer und für Kuchen besonders gut geeignet.
Milder Rhabarber hat einen roten Stiel und rotes Fruchtfleisch. Das feine Aroma eignet sich für Obstsalate und Grützen.
Gesund & frisch
Mit dem Verzehr von Rhabarber lässt sich eine extra Portion Vitalität und Mineralien holen.
Die Stiele enthalten nämlich viel Vitamin C und Eisen, Phosphor, Kalium und Magnesium. Außerdem ist Rhabarber reich an Vitamin K. Dieses Vitamin ist für die Blutgerinnung verantwortlich.
Im Fruchtfleisch stecken neben Apfel- und Zitronensäure, Pektin, Bitter- und Gerbstoffe auch Ballaststoffe, die eine gute Verdauung unterstützen.
Zudem enthalten 100 Gramm Rhabarber auch nicht mehr als 17 Kilokalorien.
Die Inhaltsstoffe des Rhabarbers sind jedoch auch der Grund dafür, dass dieses Gemüse nur in Maßen verzehrt werden sollte. Wer unter Nierensteinen, Gicht, Rheuma oder Arthritis leidet, der sollte sogar ganz auf ihn verzichten, da die im Rhabarber enthaltene Oxalsäure solche Erkrankungen fördern kann.
Joghurt, Milch, Quark und andere Lebensmittel, die viel Kalzium enthalten, können dem entgegenwirken.
Der Verzehr von Rhabarber mit Milchprodukten kann jedoch wiederum ein stumpfes Gefühl an den Zähnen hervorrufen. Schuld daran ist die Oxalsäure, die mit dem Kalzium reagiert und in Form von Kalziumoxalat an den Zähnen haften bleibt.
Um das zu verhindern, sollte der Rhabarber gründlich geschält und blanchiert werden.
Selber anbauen
Rhabarber lässt sich einfach im eigenen Garten anbauen. Wichtig: Ein halbschattiger und sehr großzügiger Standort. Außerdem braucht die Pflanze ca. einen Quadratmeter, um sich ausbreiten zu können.
Dem Rhabarber sollte regelmäßig und viel Wasser zugeführt werden, denn so kann ein Jahr später schon die erste Ernte einfahren. Ist der Ertrag sehr gut, können die Rhabarberstangen knapp eine Saison lang eingefroren werden. In ein feuchtes Tuch geschlagen, ist Rhabarber nur ein paar Tage haltbar.
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