Allgemein | BEAUTY
Sonnenschutz: Die 11 größten Irrtümer
Der Sommer naht und wir freuen uns riesig auf die warmen Sonnenstrahlen. Doch: Sonnenstrahlen sind nicht nur schön sondern auch gefährlich.
Wir verraten euch die 10 größten Irrtümer in Sachen Sonnenschutz und wie ihr sie vermeidet.
1. Nur UV-B-Strahlen sind gefährlich
UV-Strahlen bestehen zum einen aus den langwelligen UV-A-Strahlen und den kurzwelligen UV-B-Strahlen. Lange Zeit hielt man nur die UV-B-Strahlen für gefährlich. Heute ist man schlauer und weiß zwar, dass kurzwellige Strahlung besonders aggressiv ist, jedoch dringen langwellige Strahlen tiefer in die Haut an und verursachen dort eine ganze Reihe an Schäden. Dazu gehört eine vorzeitige Hautalterung und Faltenbildung, bestimmte Hautkrebsformen.
Daher: Immer darauf achten, dass der Lichtschutzfaktor auf der Sonnencreme auch UV-A enthält. Und: Je höher der UV-B Schutz der Sonnencreme, desto besser ist in der Regel auch der UV-A-Schutz, da das Verhältnis von UV-A- zu UV-B-Faktor mindestens 1 : 3 betragen sollte.
2. Bio-Sonnencreme wirkt schlechter
Stimmt nicht! Diese Sonnencreme folgt nur einem anderen Prinzip. Denn Bio- Sonnencreme enthält rein mineralische Lichtschutzfaktoren z. B. aus Titan- und Zinkoxid. Diese super feinen Partikel legen sich wie ein unsichtbarer Schutzschild auf die Haut und reflektieren das Sonnenlicht.
Klassische Sonnencremes dagegen basieren auf einer Kombination aus mineralischen und chemischen Filtern.
Bei sehr hohen Lichtschutzfaktoren ist es allerdings schwierig, nur mit mineralischen Filtern einen entsprechend hohen UV-A-Schutz zu entwickeln.
3. An bewölkten Tagen kann braucht man keinen UV-Schutz
Achtung:Auch wenn der Himmel nur Wolken zeigt, kann die UV-Intensität immer noch ziemlich hoch sein. Dies gilt vor allem für südliche Länder. Daher: Auch bei Wolken verhangenem Himmel nie auf ausreichend UV-Schutz verzichten!
4.Durch Bekleidung dringen keine Lichtstrahlen
Das kommt auf das Material und die Farbe an. Baumwolle schützt schlechter als eine Hightech-Faser, helle Stoffe sind viel durchlässiger als dunkle Stoffe. Ein trockenes Baumwoll-Shirt hat einen Lichtschutzfaktor von etwa 8, ein nasses nur noch einen LSF von 2.
Am besten ist Bekleidung mit speziellen Sonnenschutzfasern, die das Prüfsiegel "UV-Standard 801" vorweisen können.
5. Hohe Lichtschutzfaktoren nur im Süden
Klar ist die UV-Strahlung in den Bergen, am Strand und im Süden deutlich intensiver als zuhause im Garten. Dennoch spielt bei der Wahl des Schutzfaktors der Hauttyp eine ebenso entscheidende Rolle. Hellhäutige Menschen brauchen mehr Schutz als Dunkelhaarige.
Auch in Europa solltet ihr immer einen LSF zwischen 20 und 30 wählen, da dieser über 95 Prozent der Strahlung abhält. Niedrigere LSF empfehlen Dermatologen nur für gebräunte Haut.
Ein höherer LSF wie 50+ kann sinnvoll für Menschen mit Mallorca-Akne, zum Schutz neuer Narbenflächen und bei Pigmentstörungen sein. Auch die Einnahme von einigen Medikamenten, z. B. Pille, Antibiotika kann die Haut extrem lichtempfindlich machen.
6. Beim Shopping-Bummel brauche ich keine Sonnencreme
Das ist falsch! Denn UV-A-Strahlen dringen auch durch die Fensterscheibe und auch während der Mittagspause im Eiscafe kann die Sonne unsere Haut schädigen. Wer aber die meiste Zeit im Büro verbringt, für den reicht eine Tagescreme mit Lichtschutzfilter. Achten Sie darauf, dass die Tagescreme zudem einen UV-A-Schutz enthält. Auch eine Foundation bietet aufgrund der Reflexion ein Abwehrschild gegen UV-Strahlen.
7. Sprays schützen schlechter als Cremes
Falsch! Denn die Konsistenz des Mittels sagt nichts über seine Wirkung. Wichtig: Immer die Substanz nach dem Sprühen einmassieren. Sonnensprays haben den Vorteil, dass sie weniger kleben und schneller einziehen. Jedoch pflegen sie nicht so gut wie eine Cremes.
8. Gegen Sonnenallergien hilft nichts
Das stimmt nicht grundsätzlich. Allerdings solltet ihr bereits vor dem Urlaub die Haut von innen durch die Einnahme von Sonnenschutzkapseln oder Brausetabletten stärken. Denn diese Produkte enthalten Betakarotin und Kalzium. Außerdem ist es wichtig die ersten Urlaubstagen nur kurz in der Sonne zu verbringen um die Haut zu gewöhnen. Wer zur Sonnenallergie neigt, sollte fett-, emulgator- und parfümfreie Gel-Produkte verwenden.
9. Ein Sunblocker hält den ganzen Tag
Die Bezeichnung Sunblocker wurde von der EU abgeschafft, da es keinen 100-prozentigen Sunblocker gibt und der Begriff somit irreführend ist. Sonnenschutzmittel mit LSF 50+ absorbieren bis zu 98 Prozent der UV-Strahlen. Ein vollständigen Schutz schafft nur spezielle Kleidung.
10. Mit LSF 20 kann kann mal 20-mal länger sonnen
Theoretisch könnte man schon mit LSF 20 20-mal so lange in der Sonne bleiben. Voraussetzung: 2 Milligramm pro Quadratzentimeter eincremen. Untersuchungen haben gezeigt, dass die meisten Menschen zu sparsam sind. Dadurch verringert sich die Schutzwirkung um 30 bis 50 Prozent. Also ab sofort dicker auftragen!
11. After-Sun- Produkte sind nicht besser als Bodylotion
Nach einem ausgiebigen Sonnenbad, ist die Apres-Pflege das A&O. Denn nach einem Strandtag braucht die Haut Feuchtigkeit. Die spendet natürlich auch eine gute Bodylotion. Wichtig:Die Inhaltsstoffe. Panthenol, Bisapol oder Azulen wirken beruhigend auf die Haut, Vitamin E und C oder Olivenblatt-Extrakt sind Radikalefänger. Reizungen klingen durch Stoffe wie Hamamelis oder Aloe vera schneller ab.
Kommentare