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Milchstau – was tun?

Milchstau - was tun? ©2010 iStockphoto LPAlles hat reibungslos geklappt: Das Neugeborene trinkt und die Mutter ist glücklich. Und dann: Die Brust fängt an zu schmerzen und spannt - ein Milchstau. Das ist schmerzhaft aber kein Grund abzustillen. Doch: Ein Milchstau muss behandelt werden.

Wie entsteht ein Milchstau?
Durch Milchkanälen fließt die Milch zum Kind, sind diese allerdings blockiert und die Milch nur schwer durchkommt, entsteht ein Milchstau. Die Ursachen sind vielfältig und können an seelischen Problemen, einer vorangegangenen Erkältung, Zugluft, einer Ernährungsumstellung, Stress oder an zu enger Kleidung liegen. Aber auch das Baby kann schuld sein wenn sich die Schlafenszeit des Babys mit der Zeit verlängert.

Wie lassen sich Milchstaus verhindern?
Stillen, stillen, stillen heißt die Devise. Denn beide Brüste müssen regelmäßig durch das Kind geleert werden, die Stillpausen sollten nicht zu lange sein. Nur so kann es nicht zu unerwünschten Milchansammlungen kommen. Ihr solltet also kein schlechtes Gewissen haben, wenn ihr euer Baby mal wecken müsst weil die Brust spannt. Und: Bequeme Kleidung, ein gutsitzender Still-BHs und ganz viel Wärme sind hilfereiche Tipps um die Entstehung eines Michstaus zu verhindern.

Was sind die ersten Anzeichen eines Milchstaus?
Tritt ein Milchstau ein fühlt sich die Brust prall an, sie spannt und tut weh. Es kann auch sein, dass die Milch nur an einer Stelle der Brust gestaut ist, was an einem sehr berührungsempfindlichen Knoten zu erkennen ist. Achtung: Wird ein Milchstau nicht behandelt, kommt es zu einer Brustentzündung (Mastitis). Neben den Brustschmerzen kommt dann Fieber hinzu und man fühlt sich richtig krank.

Was lässt sich gegen einen Milchstau machen?
Das Wichtigste: Die Milch muss raus - auch wenn es schmerzt. Am besten ist wenn das Baby die Brust leert. Am effektivsten kann das Baby dann saugen, wenn sein Unterkiefer zum wunden Punkt zeigt, weil so ein besonders kräftiger Sog entsteht. Damit der Milchfluss angeregt wird, sollte die Brust vorher mit einer warmen Kompressen behandelt werden - nach dem Stillen ist dann kühlen angesagt um neuerliche Milchbildung abzubremsen. Oft schafft es das Baby den Milchstau zu lösen. Wenn nicht muss versucht werden die restliche Milch abzupumpen. Und auch der Kontakt zur Hebamme sollte aufgenommen werden, die hat sicherlich noch ein paar Tipps für euch.

Wie wirkt sich der Milchstau auf das Baby aus?
Für ein Baby ist der Milchstau kein Problem - außer, dass es etwas stärker saugen muss als sonst.

Was tun wenn Fieber hinzukommt?
Wenn Fieber zu den Brustschmerzen hinzukommt, kann es sein, dass der Milchstau sich zu einer Brustentzündung (Mastitis) entwickelt hat. In der Regel muss eine Brustentzündung mit Antibiotika behandelt werden.