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Medikamente in der Schwangerschaft
Vor allem im Winter wird überall gehustet, geschnieft und Erkältungen sind allgegenwärtig.
Ist letzteres passiert, greifen wir zu Tabletten und sonstigen Medikamenten damit es uns bald besser geht.
Doch dürfen während der Schwangerschaft Medikamente eingenommen werden? Oder muss ich etwa bei Kopfschmerzen auf Paracetamol verzichten?
Wir sagen euch worauf ihr bei der Medikamenteneinnahme in der Schwangerschaft achten solltet.
Immer den Arzt fragen
Die Einnahme von Medikamenten kann sich auch auf das Baby auswirken. Das wissen wir spätestens seit der Contergan-Katastrophe Anfang der 60er Jahre.
Da es jedoch manchmal unumgänglich ist, Arzneimittel einzunehmen, insbesondere bei bestehenden Erkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen, sollte der Arzt auf jeden Fall über die Schwangerschaft informiert werden.
Dritte bis achte Schwangerschaftswoche
Besonders kritisch ist die Einnahme von Medikamenten zwischen der 3. und 8. Schwangerschaftswoche. In dieser Zeit entstehen die einzelnen Organe des Kindes und das Baby ist besonders gefährdet. Im weiteren Verlauf der Schwangerschaft können bestimmte Medikamente das Wachstum und die Funktionen des Kindes beinträchtigen.
Entzündungen
Bei bakteriellen Entzündungen sind vielfach die Einnahme von Antibiotika oder anderen Medikamenten wichtig, um die Gesundheit der werdenden Mutter nicht zu gefährden. Euer Arzt weiß, welches Mittel ihr unbesorgt einnehmen könnt.
Warum sollten wir mit Medikamenten während der Schwangerschaft vorsichtig sein?
Weil Schwangere möglichst wenige Einflüsse durch körperfremde Stoffe haben sollten. Aktuell weiß man noch zu wenig darüber, wie Medikamente sich genau auf Schwangerschaften auswirken. Auch der Einfluss auf die Entwicklung des Ungeborenen ist nicht eindeutig geklärt.
Und: Bei Medikamenten gibt es nicht nur Schwarz und Weiß! Die Forschung testet heute viel umfangreicher als früher und weiß mehr. Mit Bedacht und Fachkenntnis ausgewählt sind viele Arzneien unbedenklich.
Was können falsche Medikamente in der Schwangerschaft anrichten?
Einige Schmerzmittel schließen zu früh ein spezielles Blutgefäß, das das Ungeborene bis zur Geburt aber dringend braucht. Andere hemmen Botenstoffe, die die Mutter zur Wehenbereitschaft braucht oder verhindern die Blutgerinnung. So dass diese Stoffe, die in Medikamenten enthalten sind, eine große, unerwünschte Wirkung insgesamt haben.
Und: In vielen Fällen helfen auch nicht-medikamentöse Mittel. Gönnt euch bei Kopfschmerzen etwas Ruhe oder geht an die frische Luft. Greifet bei Erkältungen auf lang bewährte Methoden zurück. Viel Flüssigkeit, am besten warmer Tee, und Inhalieren hilft oft am besten. Bei einer verstopften Nase lässt eine Kochsalzlösung euch wieder frei atmen.