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Kündigungsfristen: Was muss ich wissen?

Kündigungsfrist - gesetzlich und vertraglich © Gert Altmann / Pixelio.deDas Arbeitsrecht mit all seinen Paragraphen und Gesetzestexten ist für Laien ein undurchschaubares Feld. Doch einige Facts solltet ihr unbedingt wissen, bevor ihr einen Arbeitsvertrag abschließt oder euren Job kündigen wollt.

ForHer hat für euch die wichtigsten Punke zur Rechtslage der Kündigungsfristen von Arbeitsverträgen zusammengestellt:

Der Paragraph, der hier entscheidend ist der 622 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).

Ein Arbeitnehmer (Angestellter oder Arbeiter) kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats kündigen.

Bei der Kündigung von der Arbeitgeberseite aus richtet sich die gesetzliche Kündigungsfrist nach der Anzahl an Jahren, die der Arbeitnehmer bei dem Unternehmen beschäftigt ist.

Bei zwei Jahren Beschäftigungsdauer, beträgt die Kündigungsfrist einen Monat zum Ende eines Kalendermonats.

Bei fünf Jahren Beschäftigungsdauer, beträgt die Kündigungsfrist zwei Monate zum Ende eines Kalendermonats.

Bei acht Jahren Beschäftigungsdauer, beträgt die Kündigungsfrist drei Monate zum Ende eines Kalendermonats.

Bei zehn Jahr Beschäftigungsdauer, beträgt die Kündigungsfrist vier Monate zum Ende eines Kalendermonats.

Bei zwölf Jahren Beschäftigungsdauer, beträgt die Kündigungsfrist fünf Monate zum Ende eines Kalendermonats.

Bei 15 Jahren Beschäftigungsdauer, beträgt die Kündigungsfrist sechs Monate zum Ende eines Kalendermonats.

Bei 20 Jahren Beschäftigungsdauer, beträgt die Kündigungsfrist sieben Monate zum Ende eines Kalendermonats.

Kündigungsfrist - gesetzlich und vertraglich © Moritz Rosel / Pixelio.deBei der Berechnung der Beschäftigungsdauer werden Zeiten, die vor der Vollendung des 25. Lebensjahrs des Arbeitnehmers liegen, nicht berücksichtigt.

Bei Vereinbarung einer Probezeit, die nicht länger als ein halbes Jahr sein darf, beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist zwei Wochen.

Abweichende Regelungen hiervon können in Tarifverträgen vereinbart werden.

In Verträgen kann die Kündigungsfrist nur verkürzt werden, wenn es sich um eine Aushilfstätigkeit handelt. Das gilt aber nur, wenn das Arbeitsverhältnis nicht über drei Monate hinaus geht.

Wenn die Arbeitnehmer (nicht mehr als 20 in einem Unternehmen) nur zur Berufsbildung vom Arbeitgeber beschäftigt werden, kann ebenfalls die Kündigungsfrist herabgesetzt werden, darf allerdings nicht weniger als vier Wochen sein.

Bei der Feststellung der Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer werden teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von nicht mehr als 20 Stunden mit 0,5 und nicht mehr als 30 Stunden mit 0,75 gezählt.

Allgemein gilt, dass für die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitnehmer keine längere Frist vereinbart werden darf, als für die Kündigung durch Arbeitgeber.



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