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Kate Hudson hat eigene Scheidung verdaut
ForHer: Waren Ihre Eheerfahrungen so enttäuschend, dass Sie der Ehe deshalb abgeschworen haben?
Hudson: Wer weiß schon, was das Leben noch für einen bereithält? Ich konzentriere mich lieber auf das Hier und Jetzt, schließlich lebe ja auch ich in der Gegenwart. Alle Frauen werden es mir nachfühlen können, dass wir die längste Zeit unseres Lebens mit Planungen und Träumereien verbringen, dabei aber leicht all das verpassen können, was von selbst auf uns zukommt. Ich suche nicht mehr - erst recht nicht nach jemandem zum Heiraten. Wenn es passiert, dann passiert es einfach. Punkt.
ForHer: Also besteht doch noch Hoffnung für Romantik in Ihrem Leben?
Hudson: Natürlich, aber ich bin eine strikte Vertreterin der Auffassung, dass der Mann einen Heiratsantrag machen muss, nicht die Frau. Ich zumindest würde mich nie dazu versteigen. Vielleicht liegt das daran, dass ich gern umgarnt werden mag. Aber er muss nicht unbedingt vor mir auf die Knie fallen, sondern einfach nur mit ganzem Herzen bei der Sache sein. Leidenschaftliches Streben nach etwas sagt viel über den Charakter aus.
ForHer: Wann wurden Sie zuletzt von einem Mann überrascht?
Hudson: Jeden Tag, schließlich besteht meine ganze Familie aus Jungs, abgesehen von mir und meiner Mutter. Jungs sind gar nicht so kompliziert, wie sie manchmal erscheinen. Wir Frauen müssen nur verstehen, dass wir sie manchmal einfach nur allein lassen müssen. Sie brauchen Freiraum. Dann sind die meisten Probleme schon gelöst. Frauen sind oftmals zu fordernd gegenüber ihren Männern: Sie wollen immer alles wissen und neigen dazu, sie kontrollieren zu wollen. Aber man muss auch uns verstehen: Wir sind eben zutiefst emotional.
ForHer: Eben diese Gefühlsduselei wird im Film pointiert zum Thema gemacht. Tun Sie damit Ihrem eigenen Geschlecht nicht Unrecht?
Hudson: Wir spielen mit dem Klischee, dass Frauen ihr ganzes Leben auf nichts anderes warten als auf ihre Hochzeit in Weiß. Ich selbst kann mich auch noch gut an meine Junggesellinnenparty erinnern, als wir Mädels alle zusammen beim Abendessen saßen und viele, viele Tränen vergossen. So etwas kann in Männeraugen manchmal ganz schön verrückt und hysterisch wirken und ist natürlich bestes Komödienmaterial. Doch auch ein weibliches Publikum kann darüber lachen. Männer finden es ja auch lustig, wenn ein Film mit dem Klischee spielt, dass Jungs nur Sex im Kopf haben. Das ist also ein ganz simples Konzept: Wir Frauen machen uns über uns selbst lustig.
ForHer: Sind dann auch Frauenfreundschaften weniger ernst zu nehmen?
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