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Impfschutz auf Reisen
Jetzt hat die Hauptreisezeit begonnen und die ersten Bundesländer sind in die Sommerferien gestartet.
„Vor Reiseantritt sollten sich Urlauber umfassend über das jeweilige Reiseziel und seine Besonderheiten informieren. Zum Beispiel darüber, ob Impfungen für das jeweilige Urlaubsland empfohlen werden und welche medizinischen Hinweise beachtet werden sollten", rät Klaus Laepple, Präsident des Deutschen ReiseVerbands (DRV).
Gerade bei Fernreisen können spezielle Impfungen vor regional auftretenden Infektionskrankheiten schützen. Informationen zum notwendigen Impfschutz gibt es zum Beispiel bei den Tropeninstituten. Seit kurzem übernehmen zahlreiche gesetzliche Krankenkassen die Kosten für Reiseschutzimpfungen. Ihr solltet euch hierüber bei eurer Krankenkasse informieren.
Für Reisen in tropische Regionen sind die Hepatitis A- und eventuell auch B-Impfungen (Gelbsucht) zu empfehlen. Die Hepatitisviren verursachen Leberentzündungen.
Während Hepatitis A-Viren bereits über das Essen übertragen werden, erfolgt die Ansteckung mit Hepatitis-B durch Blut-zu-Blutkontakte oder sexuelle Kontakte.
Bei Reisen unter sehr schlechten hygienischen Bedingungen ist eine Typhus-Impfung gegen diese bedrohliche Krankheit ratsam.
Reiseziel, Reiseart, Aufenthaltsdauer und die hygienischen Verhältnisse können auch Impfungen gegen Tollwut, Cholera, Frühsommer-Menningoenzepahlitis (FSME) und Gelbfieber notwendig machen. Die Gelbfieber-Impfung ist nur bei zugelassenen Impfstellen möglich.
Gegen Malaria gibt es noch keine Impfung. Für einen Urlaub in Malariagebieten ist deshalb ein ausreichender Schutz um so wichtiger. Ein Parasit, der durch Mücken übertragen wird, löst die Infektion aus.
Mückenschutz, Moskitonetze und körperbedeckende Kleidung gehören zu einer vollständigen Malariaprophylaxe. Medikamente gegen Malaria muss der Arzt verschreiben. Bei der Medikamentenwahl sind mögliche Resistenzen im Urlaubsland zu beachten.
„Die Impf-Rechnung zahlt der Patient erstmal selbst und reicht dann die Quittung unter Angabe des Urlaubsziels ein. In einigen Bundesländern, wie Sachsen ist sogar die Abrechnung über die Versichertenkarte möglich. Wenn sich das dann mit den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und des auswärtigen Amtes deckt, übernehmen wir die Kosten“, erklärt Sabine Blaschka von der Techniker Krankenkasse (TKK) auf Focus.de.
Wer weit weg möchte, sollte mindestens sechs Wochen vor Abflug seinen Hausarzt aufsuchen. Ist es zu spät dafür oder eine Last-Minute-Reise gebucht, solltet ihr euch sich gegen einige Erkrankungen noch kurzfristig impfen lassen.
Vielfältige und aktuelle Länder-Informationen findet ihr auf den Internet-Seiten des Auswärtigen Amtes.
Diese enthalten neben Länder-, Reise- und Sicherheitshinweisen, Informationen zu Einreisebestimmungen, Zollvorschriften sowie medizinische Hinweise.