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Hochzeitsplanung: Hochzeitsbräuche in der Übersicht
Alles spricht wieder von Heiraten und Hochzeit. Die wohl öffentlichste Hochzeit feierte in diesem die Thronfolgerin Victoria von Schweden und ihr zukünftiger Daniel Westling. Doch woher stammt das Wort Hochzeit überhaupt?
Das Wort „Hochzeit" war bereits in der Sprache des Mittelalters bekannt. Die Übersetzung für das mittelhochdeutsche Wort „hôchzît" lautet festliche, hohe Zeit. Damit waren christlichen Feste sowie die vier Jahresfeste Ostern, Pfingsten, Allerheiligen und Weihnachten gemeint.
Im 16.Jahrhundert und zwar unter Marin Luther wurde das Wort „Heirat" beim Zusammenschluss zweier Haushalte verwendet. In diesem Zusammenhang lässt sich das Wort auch auf „einen Hausstand gründen" zurückführen.
Dieser Wortsinn hat sich im Laufe der Jahrhunderte verändert und steht heute für die Liebe zweier Menschen zueinander!
Der Hochzeitswalzer
Der Hochzeitswalzer hat wie die Eheringe ein symbolische Bedeutung und ist für jedes Brautpaar unverzichtbar - daher heißt es vorher üben, üben, üben. Beim Walzertanz bildet das Ehepaar einen geschlossenen Ring. Dieser soll die Treue, die Bindung und die Vereinigung des Paares symbolisieren.
Zum Gesellschaftstanz wurde der Walzer zwischen den europäischen Revolutionen des 18. und 19. Jahrhunderts. Die Zivilehe wurde 1875/76 eingeführt und in das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) aufgenommen.
Strumpfband- und Brautstraußwerfen
Das Strumpfband wird dabei vom Bräutigam den Junggesellen unter den männlichen Hochzeitsgästen zu geworfen und der Brautstrauß wirft die Braut in die Menge der unverheirateten Frauen. Dem Strumpfbandfänger un der Brautstraußfängerin wird eine baldige Hochzeit vorhergesagt.
In Frankreich wird das Strumpfband der Braut sogar versteigert womit sich das Brautpaar zusätzliches Geld für die Haushaltskasse verdienen kann.
Weiße Hochzeitstauben
Nichts ist romantischer als ein Schwarm weißer Hochzeitstauben. Diese gelten schon immer als Symbol für Liebe, Glück und Frieden. Außerdem sollen sie dem Brautpaar zudem Wohlstand und Erfolg in der Ehe bescheren.
100 rote Herzen
Eine Alternative zu den Tauben sind ein Luftballonmeer aus roten Herzballons, die in den Himmel steigen. An die Luftballons können Hochzeitsgäste Postkarten mit Glückwünschen anhängen. Das Versprochene auf den Karten muss erfüllt werden, wenn die Karte an das Brautpaar zurückgeschickt wird.
Hochzeitsfeuerwerk
Ein wunderbarer Abschluss für jedes Hochzeitsfest ist ein gigantisches Feuerwerk um Mitternacht. Das sollte zur Vertreibung böser Geister dienen und ist heute mehr ein Ausdruck von Freude über das Brautpaar.
Hochzeitsauto
Die Autokarawane auf einer Hochzeit darf nicht fehlen! Denn mit lauten Gehupe wird schon von Weitem das Brautpaar angekündigt. Dafür wird jedes Auto, dass dazu gehört mit weißen Bändern geschmückt. Das soll dem Brautpaar viel Glück für die Ehe bescheren.
Bei der Deko des Brautautos sind euch keine Grenzen gesetzt - von Blumen bis Plüschtieren ist alles erlaubt.
Die Amerikaner versehen das Brautauto auch gerne mit alten Blechdosen am Auspuff und einem "Just married" – Schriftzug auf der Heckscheibe.
Trauringe
Vergessene oder verlorene Trauringe sind ein schlechtes Omen - das ist auch heute noch so! Noch schlimmer: wenn der Ring während der Zermonie herunterfällt! Das wird als ein Symbol der Disharmonie angesehen. Die Germanen gingen sogar davon aus, dass der Partner, dessen Ring auf dem Boden fällt als erstes sterben wird.
Brautjungfer und Brautführer
Damit die bösen Geister der Braut nicht zu nahe kommen können sind Brautjungfern unverzichtbar. Wichtig: deren Kleider sollten der Braut möglichst ähnlich sehen. Denn dann wissen die Dämonen nämlich nicht mehr, welche von Ihnen die Braut ist und können kein Unheil stiften. Den Bräutigam schützen mit dem gleichen Trick die Brautführer. Und deswegen darf auch die Braut die Türschwelle auf keinen Fall berühren, da unter ihr die bösen Geister lauern! Daher - lieber Bräutigam - deine Braut immer über die Schwelle tragen.