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Erfolgreiche Gehaltsverhandlung – So gehts!

© 2009 Photos.com, a division of Getty Images Bescheidenheit ist keine Tugend - und schon gar nicht wenn es um das Gehalt geht!

Vor allem Berufsanfänger vergessen oft, dass sie in Bewerbungsgesprächen mit zukünftigen Arbeitgebern früher oder später über die Höhe ihrer Einkünfte verhandeln müssen. Dem liegt vielfach - neben der verständlichen Freude, eine Stelle gefunden zu haben - das Gefühl zugrunde, in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit mit zu hohen Gehaltsforderungen die Chancen auf ein Engagement zu verspielen oder, schlimmer noch, keinen Verhandlungsspielraum zu haben.

Um für eine Gehaltsverhandlung gut gewappnet es nicht nur einer guten Vorbereitung sondern auch eine Strategie und plausible Gründe.

Wir geben euch Tipps wie ihr eurem (zukünftigen) Arbeitgeber in einer Gehaltsverhandlung gegenüber selbstbewusst und gut vorbereitet auftretet, damit diese zu einem echten Erfolg wird!

Richtige Vorbereitung ist das A&O
1. Verhandlungsziel formulieren: Geht es ausschließlich um eine Gehaltssteigerung oder wird eine bestimmte Position angestrebt?

2. Subjektive und objektive Voraussetzungen beachten, d.h. euer Einkommensziel und die wirtschaftliche Lage der Firma.

3. Umfassende Informationen beschaffen: Welche Gehälter sind lt. Tarifvertrag bzw. Branchenvergleich üblich?

4. Fakten sind wichtig: Konkrete Erfolge und berufliche Stationen schriftlich festhalten, auf erworbene Zusatzqualifikationen hinweisen oder die Übernahme zusätzlicher Verantwortung.

5. Prioritäten setzen und Spielräume offen halten: Welche Bestandteile eurer Forderung sind unverzichtbar? z.B. Könntet ihr euch anstatt mehr Geld auch ein Firmenwagen oder sonstige Zusatzleistungen vorstellen?

Selbstbewusst Gehaltsverhandlung führen
Schüchternheit ist ab sofort tabu! Denn sonst wird aus einer Gehaltsforderung ein Gehaltswunsch, und das wird jeder Vorgesetzte sofort ausnutzen.

"Bitte", "vielleicht" und "eigentlich" sind in einer Gehaltsverhandlung völlig unangebracht und müssen ausgetauscht werden in Konjunktive wie "könnte", "würde" oder "hätte gern"!

Vergesst nicht:
Der Vorgesetzte ist ein Geschäftsmann, den es zu überzeugen gilt. Er gibt nur mehr Geld wenn es unbedingt sein muss.
Daher: Seid ihr kein Bittsteller sondern ab sofort ein gleichberechtigten Geschäftspartner. Denn Bitten wird der Arbeitgeber sofort ablehnen.

Und: Immer laut sprechen, deutlich und nicht zu schnell. Spannung können durch kurze Pausen entstehen. Bei Aussagen die Stimme am Satzende senken, das verleiht Überzeugungskraft und verhindert, dass eure Feststellung als Frage ankommt.

Wenn ihr wichtige Aussagen einleitet, dann am besten immer mit "Ich bin überzeugt/sicher/bestärkt darin" – weniger mit "Ich glaube/ denke/meine..." Die weichen Formulierungen laden den zukünftigen Chef zum Zweifeln und zum Nachfragen ein.

Wichtig: Immer eine konkrete Zahl nennen und nie einen Spielraum, denn dann sucht sich der Arbeitgeber immer den niedrigsten Wert aus.

Tipp: Gehaltsverhandlungen mit dem Freund oder Freundin üben, und das Gespräch als Video festhalten. Daraus lässt sich am besten lernen. Auch ein Couch kann helfen, der ist allerdings ziemlich teuer und lohnt erst bei höheren Gehältern.

Fazit: Eine konkret und gut begründete Gehaltsforderung, die selbstbewusst vorgetragen wird, ist ein erfolgsversprechender Weg zum Wunschgehalt!

Viel Glück bei der nächsten Gehaltsverhandlung wünscht euch die ForHer-Redaktion!



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