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Die Ex – woher kommt die Angst?

Die Ex-Freundin verunsichert meistens © Photos.comKlar ist, jeder hat eine Vergangenheit - und dazu gehören auch die Beziehungsaltlasten. Beim ersten Date werden diese jedoch (noch) nicht angesprochen und in den ersten Wochen der Verliebtheit will man gar nicht über andere Frauen nachdenken, die einmal eine Rolle in seinem Leben gespielt haben.

Doch um so enger die Beziehung wird, um so mehr macht man sich Gedanken, um das Leben, dass der neue Partner vor einem geführt hat.

"Bin ich seine Nummer eins oder gab es da schon einmal eine Liebe, die größer war und der er heute noch heimlich hinterher trauert?" Das sind Fragen die irgendwann ganz vorsichtig in Andeutungen angesprochen werden und man bekommt häppchenweise Informationen über sein bisheriges Liebesleben geliefert.

Gefallen tun einem die Informationen, die man ja unbedingt haben wollte, meistens nicht.

Andererseits - wer will schon einen Mann haben, der zuvor noch nie eine Beziehung hatte? Dann heißt es doch gleich, er sei beziehungsunfähig und nicht bereit sich zu binden.

Natürlich wird der Angebetete schon mal Gefühle für eine andere Frau gehabt haben, aber es wird auch genug Gründe gegeben haben, warum er sich von ihr getrennt hat. Und wenn die Verflossene die Beziehung beendet hat, hat er sowieso etwas Besseres verdient - das sollte auch ihm klar sein.

Irgendwann ist es dann so weit: Man geht gemeinsam mit seinem neuen Schatz aus und in der Bar um die Ecke steht plötlich eine heiße Blondine, die so viel größer und so viel schlanker erscheint als man selbst. Und dann stürmt sie auch noch auf den Begleiter zu und fällt ihm um den Hals. Man selbst wird kaum wahrgenommen und wenn, dann nur mit einem Blick von oben herab.

Doch eigentlich müsste man hier seinen Vorteil nutzen, denn man ist der Ex immer überlegen. Schließlich ist man in der Gegenwart die Frau an seiner Seite und sollte sich seiner Liebe sicher sein.

Also, woher kommt die Verunsicherung? Frauen haben häufig das Bedürfnis sich zu messen. Und leider schneidet die potentielle Konkurrentin in der Regel besser ab als man selbst. Man kann sich eben einfach nicht objektiv beurteilen.

Die Ex ist in erster Linie eine Bedrohung, weil sie schwer einzuschätzen ist. Man hat nur einige Geschichten gehört, die man in der eigenen Fantasie zu einem Gesamtbild zusammenfügt.
Doch dieses Bild ist oft weit von der Realität entfernt. Der eigene Schatz ist so unwiederstehlich für einen, dass man einfach davon ausgeht, dass die Ex auch immer noch Interesse an ihm haben muss.

Der einzige Weg seine Unsicherheit zu überwinden ist es, auf sie zuzugehen. Nach einer kleinen Unterhaltung merkt man schnell wie sie mit einem umgeht.

Und vielleicht freundet man sich schneller mit ihr an als man es anfänglich für möglich gehalten hätte, schließlich hat man ja auf jeden Fall eines gemeinsam: Den gleichen Männergeschmack.



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