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Arbeiten von zu Hause aus – Chance oder Fluch?
Arbeiten von zu Hause aus, das hat schon seine Vorzüge: man kann erstmal gemütlich seinen warmen Kaffee schlürfen und sich dann in aller Ruhe ein leckeres Marmeladentoast schmieren.
Völlig kalt lassen einen die dauernden Staumeldungen im Radio. Kein Stress auf der Autobahn, kein Drängeln in der U-Bahn, kein rüttelnder Bus voller plärrender Kinder oder schimpfender Rentner.
Stattdessen kann man sich in der Jogginghose vor den Computer lümmeln und fröhlich drauf los tippen.
Im Sommer bietet dann der sonnige Balkon die ideale Arbeitsatmosphäre. Tja, das Arbeiten von zu Hause aus ist in Zeiten des World Wide Web und allen damit verbundenen Vorzügen keine Seltenheit mehr.
Gerade für Studierende oder allein erziehende Mamis ist diese Möglichkeit des Gelderwerbs eine große Erleichterung. Aber Vorsicht: diese bequeme Arbeitsweise birgt auch ihre Fallen.
Falle Nummer 1: Man sitzt fleißig bei der Arbeit, da klingelt das Telefon: „Hey, du bist ja zu Hause“, schallt es aus dem Hörer und freudig wird mit der besten Freundin drauf los gequasselt. Schwupps ist man in die erste Falle geschlittert, denn nun ist wertvolle Arbeitszeit flöten gegangen. Ein Tipp, der dies verhindern kann: das Telefon auf lautlos stellen und wichtige Telefonate in vorher festgesetzten Pausen beantworten.
Falle Nummer 2: Während recherchiert oder wichtige Tabellen erstellt werden, knurrt plötzlich der Magen.
Ein Blick auf die Uhr verrät: für eine Mittagspause ist es eigentlich noch zu früh. Naja, man ist ja zu Hause und könnte sich schnell mit einer Nutellastulle vor den Fernseher werfen, merkt ja keiner.
Diese Falle ist die schlimmste für die Problemzonen Bauch - Beine - Po. Um diesen Appetitattacken zu entgehen, sollte man sich einen kleinen Teller mit frischem Obst neben den Computer stellen.
Das Obst erfrischt, hilft beim denken und macht nicht dick. Im Übrigen kann diese Falle auch bei nicht zu Hause Arbeitenden greifen, da hilft der gleiche Gegentrick.
Falle Nummer 3: Gerade setzt man sich hin, um an einem besonders kniffligen Teil der Arbeit zu werkeln, da entdeckt man unzählige Staubmengen in der Zimmerecke, die Fenster sind plötzlich furchtbar dreckig und man denkt sich: „Ich kann an diesem besonders schwierigen Projekt jetzt wirklich nicht in Ruhe arbeiten. Ich muss erst putzen!“.
Das ist die Putz-Ausrede-Falle, denn gerade wenn es um schwierige Arbeitsbereiche geht, drücken wir uns gerne mal. Die Gegenstrategie: einen Arbeitskollegen anrufen und über die schwierigen Probleme sprechen, so bleibt man am Thema und kann sich ein bisschen moralische Unterstützung holen.
Je nachdem wie diszipliniert man ist, kann das Arbeiten von zu Hause aus also eine echte Chance sein, denn nirgendwo sonst hat man einen so gemütlichen Arbeitsplatz.
Der persönliche Kontakt zu Kollegen oder Vorgesetzten ist dennoch wichtig. Wenn es sich also irgendwie einrichten lässt, ist ein regelmäßiges Erscheinen im Büro durchaus sinvoll. Denn so können die Kollegen besser kennengelernt und spannende Projekte an Land gezogen werden.
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