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Tom Schilling: Geistige Extremsituation beim ‘Hitler’-Dreh
Völlig Hingabe: Tom Schilling (29) wollte sich beim Dreh zu 'Mein Kampf' in eine "Extremsituation" begeben.
Der junge Schauspieler ('Schwarze Schafe') bewies mit der Zusage zu 'Mein Kampf' viel Mut bei der Rollenwahl - doch war ihm das scheinbar nicht genug: Schilling hungerte sich zudem zehn Kilo runter, um Adolf Hitler als jungen Maler in Wien überzeugend darzustellen.
"Zeitzeugen aus Wien beschrieben ihn [den jungen Hitler] oft als hohlwangig, unterernährt, kränklich und blass. Viel zu essen konnte er sich nicht leisten. Diesen Teilaspekt wollte ich nicht auslassen", erklärte der Künstler seine Entscheidung im Interview mit der Tageszeitung 'Bild' und betonte: "Ich wollte mich für diesen Film in eine Extremsituation begeben, auch geistig. Die Gewichtsabnahme war eine wichtige Entscheidung. Auch weil ich eine persönliche ästhetische Distanz entwickeln wollte."
Doch nicht von der ästhetischen Distanz konnte der Mime profitieren, das Hungern hatte noch einen anderen positiven Nebeneffekt: "Man isoliert sich von anderen, man isst nicht gemeinsam zu Mittag. Man hält sich für wacher, auch für überlegen, weil man ja ohne viel Nahrung auskommt. Man ist aber auch angreifbarer, gereizter. Das sind Nebenaspekte des Fastens, die für die Rolle hilfreich waren", erklärte der Leinwand-Beau.
'Mein Kampf', lose basierend auf George Taboris gleichnamiger Theaterfarce, läuft ab heute im Kino. Neben Tom Schilling spielt auch Götz George mit. © Cover Media
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